"Ich hatte keine Kraft"

Hitzfeld stand nach FCB kurz vor dem Burnout

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Ottmar Hitzfeld stand nach seinen Jahren als Trainer des FC Bayern kurz vor einem Burnout.

Berlin - Nach den sechs Jahren als Trainer des FC Bayern stand Ottmar Hitzfeld kurz vor einem Burnout. Das gestand er nun in einem Interview und verriet, woran er das als Erstes merkte.

Der langjährige Fußball-Erfolgscoach Ottmar Hitzfeld hatte vor zehn Jahren große gesundheitliche Probleme und konnte deshalb den angebotenen Posten als deutscher Bundestrainer nicht antreten. „2004 stand ich nach sechs Jahren Bayern kurz vor dem Burnout“, sagte der 65 Jahre alte ehemalige Schweizer Auswahlcoach im Interview der Welt am Sonntag.

Am deutlichsten habe er dies daran gemerkt, dass er sich nach Siegen nicht mehr freuen konnte: „Ich dachte nur noch: Zum Glück hast du nicht verloren. Dabei ist die Freude, das Adrenalin zur Motivation im Leistungssport so wichtig. Da dachte ich: 'Mit dir stimmt was nicht.'" Infolge der Überbelastung habe er an Schlaflosigkeit und Rückenschmerzen gelitten.

Das Angebot, die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zwei Jahre vor der Heim-WM zu übernehmen, habe er daher ausschlagen müssen: "Ich wäre gar nicht fähig gewesen, diese Aufgabe zu übernehmen. Ich hatte keine Kraft. Und wenn die gesundheitlichen Voraussetzungen nicht stimmen, kann man keine Leistung bringen."

Ottmar Hitzfelds Trainerkarriere in Bildern

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SID

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Kommentare

Mitch Antwort
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Das Herr Hitzfeld damals erschöpft war, hat man gesehen. Der sah ziemlich fertig aus. Ob es schon eine ernsthafte Depression war, kann nur Otmar Hitzfeld beurteilen. Er hat Respekt verdient.

Appeasementjustiz
(0)(0)

Wie steht man denn "kurz vor" dem Burnout? Wie merkt man das? Gibt's da ne Alarmklingel: "Sie befinden sich wenige Tage vor dem Burnout!"? Was für ein elender Quatsch! Entweder, der Gladiatorenmanager hatte Depressionen (das ist es nämlich. Burnout ist nur ein modischer Nullbegriff dafür!), oder er hatte keine. Etwas Anderes gibt es nicht! Tatsache ist: Er wollte keine Arbeitsüberlastung! Das ist es. Er stand da vor gar nichts. Er wollte nicht noch mehr arbeiten. Dann soll er das aber auch so sagen, und nicht hier völlig unwissenschaftlich und unmedizinisch davon schwadronieren, dass er "kurz vor dem Burnout" stand. Das geht nämlich nicht. Naja, wie gehabt: Was Gladiatoren verbal von sich geben, kann man gemeinhin in der Pfeife rauchen.

Mitch
(5)(0)

Hier dreht es sich nicht um Klinsmann, sondern um Hitzfeld. Man sollte die Kirche mal im Dorf lassen. Hitzfeld war ein großartiger Trainer.