Nach der Champions-League-Pleite

Guardiola: "Es wird nicht einfach, aber..."

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Pep Guardiola.

München - Pep Guardiola richtet das Bundesligaspiel des FC Bayern gegen den FC Augsburg ganz am Champions-League-Rückspiel gegen den FC Barcelona aus. An Diskussionen über die Zukunft will sich Pep Guardiola allerdings nicht beteiligen.

Stell dir vor, es ist Derby und keinen interessiert's - zwischen Barcelona und Barcelona kommt der FC Augsburg für Bayern München zur Unzeit. „Unser Ziel ist fertig, aber wir müssen spielen. Es ist nicht einfach“, sagte Trainer Pep Guardiola vor dem bayerisch-schwäbischen Duell am Samstag (15.30 Uhr/Sky).

Nach dem ernüchternden 0:3 beim FC Barcelona ist beim deutschen Fußball-Rekordmeister schon alles auf das Halbfinal-Rückspiel in der Champions League am Dienstag (20.45 Uhr/Sky und ZDF) ausgerichtet. Trotz der Personalsorgen werde er mit Blick auf Barca gegen den FCA „ein bisschen rotieren“, kündigte Guardiola an.

Guardiola hofft noch auf ein Wunder 

Zuletzt hatten in Leverkusen Lukas Görtler und Rico Strieder ihr Bundesliga-Debüt gefeiert. Wer diesmal von den Stars eventuell eine Pause erhält, ließ Guardiola offen. Immerhin seien im Camp Nou keine neuen Verletzten dazu gekommen. Dies hofft der Bayern-Coach auch am Samstag, um für Dienstag halbwegs gerüstet zu sein.

Immerhin hat Guardiola noch ein Fünkchen Hoffnung, das Wunder zu schaffen. Er sei kein Träumer, „aber ich bin auch ein Kämpfer. Es wird nicht einfach, aber wir haben noch 90 Minuten.“

Passend zum 70. Geburtstag von Jupp Heynckes an diesem Samstag erinnerte Guardiola an die hohen Erwartungen, die kaum zu erfüllen seien. „Wie oft hat Bayern München das Triple gewonnen?“, fragte Guardiola. Und gab die Antwort selbst: „Einmal.“ 2013 unter Heynckes, der sich damit „unsterblich“ gemacht habe, wie Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge im Stadionheft zum Augsburg-Spiel hervorhob.

Augsburg spielt um die Europa League

Der FC Augsburg möchte dagegen zum Nutznießer werden. „Vergangenes Jahr haben wir gezeigt, dass wir gegen eine Münchner B-Mannschaft gewinnen können“, erinnerte Flügelspieler Tobias Werner an das 1:0 aus dem Vorjahr in Augsburg, als die Bayern auch schon als Meister feststanden. Für den Tabellensechsten geht es um die Europa League.

„Wir haben den Glauben, das zu schaffen und das ist sehr wichtig“, sagte Trainer Markus Weinzierl ungeachtet des schlechten FCA-Trends in den vergangenen Wochen und des ungünstigen Restprogramms mit Spielen in München, gegen Hannover und zum Abschluss in Mönchengladbach. Flügelspieler Werner soll gegen die Bayern trotz Rückenproblemen auflaufen können. Angeschlagen sind auch der vom FC Bayern ausliehene Mittelfeldspieler Pierre-Emile Højbjerg sowie Offensivspieler Dong-Won Ji (beide muskuläre Probleme).

Mit anderen Dingen will sich Guardiola derzeit nicht beschäftigen, auch nicht mit Diskussionen um die mögliche Besetzung des Kaders in der kommenden Saison. Erst nach der Meisterfeier werde man darüber sprechen, „ich habe jetzt keine Zeit, das zu überlegen“.

Erste Transfergerüchte machen die Runde

Doch nach der bitteren Niederlage in Barcelona werden schon die ersten Namen für eine angebliche Münchner Einkaufstour im Sommer gehandelt. Demnach sollen die Bayern bereit sein, rund 100 Millionen Euro zu investieren.

Auf der Liste stehen laut Bild angeblich Abwehrspieler Aleksandar Dragovic (Dynamo Kiew) sowie die Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan (Dortmund), Angel di Maria (Manchester United), Antoine Griezmannn (Atletico Madrid) und Kevin de Bruyne aus Wolfsburg. „Ich spreche nicht über Namen, ich habe sie auch nicht genannt“, sagte Guardiola über die Gerüchte.

Ein Umbruch im Münchner Kader ist so oder so jedoch kurz- bzw. mittelfristig erforderlich. Kapitän Philipp Lahm sprach zuletzt schon von einer „ganz schwierigen Aufgabe“, die den Bayern bevorstehe.

Lahm (31), Bastian Schweinsteiger (30), Franck Ribery (32), Xabi Alonso (33), Arjen Robben (31), Dante (31), Claudio Pizarro (36) sowie die Ersatzkeeper Tom Starke (34) und Pepe Reina (32) haben die 30er-Grenze schon überschritten. Bis auf Pizarro sind alle noch mindestens ein Jahr an den Rekordmeister gebunden.

Doch auch in diesem Punkt wiegelte Guardiola am Freitag ab: „Es gibt Spieler, die mit 34 fitter sind und mehr Leidenschaft haben als ein 25-Jähriger.“

Hier können Sie die gesamte PK im Ticker nachlesen.

dpa/sid

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