Manchester City

Pep wohl größter Gewinner des letzten Premier-League-Spieltags

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Im nächsten Jahr feiert Pep Guardiola vielleicht mit Manchester City.

Manchester - Ein Bombenalarm im Old-Trafford-Stadion von ManUnited hat das Saisonende in der Premier League verzögert. Bayerns scheidender Trainer darf aber schon mit seinem neuen Klub ManCity für die Champions-League-Ausscheidung planen.

Update vom 8. September 2016: Mit Leicester City hat in der vergangenen Saison ein Underdog die englische Liga aufgemischt. Doch wo sind die Spiele der Insel-Liga eigentlich zu sehen? Wir erklären Ihnen, wo und wie Sie die Premier League live sehen.

Am Tag nach dem Fund der Bombenattrappe im Old Trafford von Englands Fußball-Rekordmeister Manchester United wich die Erleichterung über den Fehlalarm mancherorts dem Ärger über die dubiosen Umstände. "Das ist ein Fiasko", wütete etwa Manchesters Bürgermeister Tony Lloyd am Montag angesichts der kurzfristigen Absage von Manchester Uniteds letztem Saisonspiel gegen den AFC Bournemouth: "Es ist skandalös, dass die Ressourcen von Polizei und Armee und die Zeit so vieler weitgereister Fans auf diese Art und Weise verschwendet wurden."

Eine von einer Sicherheitsfirma bei einer Übung im Stadion vergessene Sprengsatzattrappe hatte für das Chaos am letzten Premier-League-Spieltag gesorgt. Das verdächtige Paket entdeckte ein Angestellter des Vereins von Weltmeister Bastian Schweinsteiger bei einer Routinekontrolle. Nachdem der Anpfiff der Partie zunächst verschoben worden war, wurden die rund 60.000 Zuschauer schließlich evakuiert und das Objekt von Bombenspezialisten der britischen Armee kontrolliert gesprengt.

Die Entscheidung für die Absage sei nicht leicht gefallen, doch die Sicherheit von Fans und Spielern gehe vor, hatte die Premier League bereits am Sonntag mitgeteilt. Weniger als einen Monat vor Beginn der EM in Frankreich ist das Thema Sicherheit eben allgegenwärtig. Die abgesagte Partie wurde für Dienstag (21.00 Uhr MESZ) neu angesetzt, wobei der sportliche Wert angesichts von Uniteds bereits feststehender Qualifikation für die Europa League überschaubar ist.

Der wohl größte Gewinner des letzten Spieltags war unterdessen einer, der zurzeit noch gar nicht in England ist. Während Pep Guardiola auf dem Rathhaus-Balkon in München die Meisterschaft mit dem FC Bayern feierte, machte sein künftiger Klub Manchester City mit einem glanzlosen 1:1 bei Swansea City Platz vier und damit wenigstens noch die Teilnahme an der Champions-League-Qualfikation endgültig klar. Guardiola, der im Sommer den Trainerposten bei den "Citizens" übernimmt, hat damit auch in der kommenden Saison die Chance auf den Titel in der Königsklasse.

Bilder: So war's auf der Meisterfeier im Postpalast

Gelungene Saison auch für Mesut Özil

Einen gelungenen Saisonausstand feierten auch die Weltmeister Mesut Özil und Per Mertesacker, die sich mit dem FC Arsenal die Vize-Meisterschaft sicherten. Die Gunners siegten zum Abschluss 4:0 gegen Schlusslicht Aston Villa und überholten in der Tabelle noch Tottenham Hotspur, das bei Absteiger Newcaste United mit 1:5 unterging. "Letztes Jahr Dritter, dieses Jahr Zweiter, das Ziel für die nächste Saison ist damit gesetzt", sagte Teammanager Arsène Wenger.

Özil, der mit 19 Torvorlagen den Premier-League-Rekord von Arsenal-Legende Thierry Henry (2003) nur um einen Assist verpasste, machte den Fans zudem Hoffnung, dass er trotz zahlreicher Transfergerüchte auch weiter für die Gunners aufläuft. "Wir sehen uns in der nächsten Saison", sagte der Mittelfeldspieler in einer Videobotschaft auf der Stadionleinwand und deutete damit seinen Verbleib in London an.

In der Abschlusstabelle liegt Arsenal zehn Punkte hinter Sensationsmeister Leicester City, der im letzten Saisonspiel ohne den gesperrten Ex-Nationalspieler Robert Huth beim entthronten Titelträger FC Chelsea zu einem 1:1 kam. Dies hinderte das Team aus den East Midlands jedoch nicht daran, den Titel gebührend zu feiern. In Anwesenheit von rund 250.000 Fans veranstaltete der Verein am Pfingstmontag eine gigantische Jubelparade durch die Stadt.

Trainer Jürgen Klopp beendete derweil die Saison mit dem FC Liverpool nach einem 1:1 bei West Bromwich Albion als Achter und verpasste damit die zunächst Qualifikation für den Europapokal. Ein Sieg am Mittwoch im Finale der Europa League in Basel gegen den FC Sevilla allerdings würde den Reds sogar noch die Teilnahme an der Champions League bescheren.

sid

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