Weltmeister verlässt den FC Bayern

Transfer perfekt: Das sagt Götze zur BVB-Rückkehr

München / Dortmund - Der Wechsel von Mario Götze vom FC Bayern zurück zu Borussia Dortmund ist endgültig perfekt. Der 24-Jährige spricht über die Rückkehr und seine Entscheidung von 2013.

Die Rückkehr von Mario Götze vom FC Bayern zu Borussia Dortmund ist perfekt. Das teilten beide Vereine am Donnerstag mit. Götze erhält einen Vertrag bei den Schwarzgelben bis 2020. Über die Ablösesumme für den Weltmeister vereinbarten die beteiligten Vereine Stillschweigen, sie soll aber Schätzungen zufolge bei rund 25 Millionen Euro plus möglicher Nachzahlungen im Erfolgsfall liegen. Der Wechsel belegt somit in der Liste der teuersten Transfers innerhalb der Bundesliga  den fünften Platz. Götze wird Anfang August ins Training in Dortmund einsteigen.

Der 24-jährige Götze war im Sommer 2013 für 37 Millionen Euro vom BVB an die Isar gewechselt, konnte die hohen Erwartungen beim Rekordmeister aber nie erfüllen, selten kam er über die Rolle eins Ergänzungsspielers hinaus. Auch bei entscheidenden Spielen in der Champions League fand sich Götze größtenteils auf der Ersatzbank wieder.

Mario Götze: Würde Entscheidung für FC Bayern so nicht mehr treffen

Mario Götze spielt künftig wieder für Borussia Dortmund.

„Als ich 2013 vom BVB zum FC Bayern gewechselt bin“, sagt Mario Götze, „war das eine bewusste Entscheidung, hinter der ich mich heute nicht verstecken will. Drei Jahre später, und mit inzwischen 24 Jahren, blicke ich mit anderen Augen auf meinen damaligen Entschluss. Ich kann gut verstehen, dass viele Fans meine Entscheidung nicht nachvollziehen konnten. Ich würde sie so heute auch nicht mehr treffen! Wenn ich nun in meine Heimat zurückkehre, möchte ich versuchen, alle Menschen – gerade auch die, die mich nicht mit offenen Armen empfangen – durch Leistung zu überzeugen. Es ist mein Ziel, wieder meinen besten Fußball zu spielen. Für uns alle, den Klub und die BVB-Fans.“

„Die Gespräche sind sehr fair und seriös abgelaufen, dafür möchten wir uns bei Borussia Dortmund und Mario sowie seinem Vater und Berater bedanken“, sagt Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende der FC Bayern. "Ich denke, der Transfer ist für alle Parteien eine gute Lösung. Der FC Bayern bedankt sich bei Mario für die drei Jahre im Trikot des FC Bayern und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute!"

BVB-Manager Michael Zorg sagte: „Ich freue mich persönlich sehr, dass Mario sich für Borussia Dortmund entschieden hat. Ich habe seit seinem Weggang im Jahr 2013 immer gehofft, dass er eines Tages zu uns zurückkehren wird." So kommt es nun.

Sie bringen die Würze: Reizfiguren des Fußballs

Mario Götze muss Fan-Herzen in Dortmund zurückgewinnen

Zwar verkündete Götze noch im vergangenen Herbst, „ein Gesicht des FC Bayern“ werden zu wollen. Mehr als ein Lippenbekenntnis des 56-maligen Nationalspielers war dies mit Blick auf ein mögliches viertes Bayern-Jahr aber wohl nicht. Zumal ihm auch Pep Guardiolas Nachfolger Carlo Ancelotti keine neuen Perspektiven aufzeigen konnte. Die bietet ihm stattdessen der BVB.

In dem ihm bekannten Dortmunder Umfeld könnte er wieder aufblühen - auch wenn sein Abschied im Sommer 2013 vor allem von den BVB-Fans kritisch aufgenommen wurde. Nach dem Verlust von elementaren Säulen wie Mats Hummels (FC Bayern), Ilkay Gündogan (Manchester City) und Henrich Mchitarjan (Manchester United) kann der BVB seinerseits einen topmotivierten Offensivmann mit besonderen Fähigkeiten gebrauchen.

In Dortmund werden ihn allerdings nicht alle Anhänger mit offenen Armen empfangen, zu tief sitzt der Stachel des Abschiedes vor drei Jahren. Götze galt bei vielen der BVB-Fans als Verräter. Trikots mit durchgestrichen Götze-Beflockungen waren zu sehen, gefolgt von üblen Schmäh-rufen und Hass-Postings im Internet. Mario Götze wird versuchen müssen, diese Anhänger mit Top-Leistungen wieder hinter sich zu bekommen.

fw mit dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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