Bayern-Kapitän nach Wolfsburg-Sieg

Lahm: "Dann können wir von der Meisterschaft sprechen"

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Stärke demonstriert: Philipp Lahm und der FC Bayern steuern auf den nächsten Meistertitel zu.

Wolfsburg - Auch der VfL Wolfsburg kann den FC Bayern nicht stoppen. Nach dem 2:0 bei den "Wölfen" schaut Kapitän Philipp Lahm schon auf die kommenden Aufgaben.

Nach dem Glanzlos-Sieg beim VfL Wolfsburg wähnt sich der FC Bayern München bereits kurz vor dem Gewinn des 26. Meistertitels. Trainer Pep Guardiola verteilte nach dem glücklichen 2:0 (0:0) am Samstag beim extrem ersatzgeschwächten Pokalsieger eifrig "Komplimente an die Mannschaft" und Kapitän Philipp Lahm empfand den Erfolg als Meilenstein. "Wenn wir die anderen Spiele diese Woche auch gewinnen, können wir definitiv von der Meisterschaft sprechen", verkündete Lahm freudestrahlend mit Blick auf die in der laut Guardiola "wichtigsten Woche der Saison" noch anstehenden Spiele gegen Mainz am Mittwoch und bei Borussia Dortmund am Samstag.

Vor allem dank der am Samstag deutlich besser besetzten Bank landeten die Bayern doch noch ihr Geburtstagssieg am 116. Jahrestag der Clubgründung. "Das war extrem wichtig heute", sagte auch Sportvorstand Matthias Sammer. Vier Tage nach dem spektakulären 2:2 in der Champions League bei Juventus Turin boten die Bayern zwar lange ein dominantes, aber auch reichlich ineffektives Spiel. Die Siegtore durch Kingsley Coman (66. Minute) und Robert Lewandowski (74.) fielen erst nach den Einwechslungen von Thiago und Franck Ribéry für Douglas Costa und den enttäuschenden Arjen Robben.

Bayern gewinnt beim VfL - Fünfmal gibt's die Note Zwei

Die Bayern mit nun 62 Punkten gaben Verfolger Dortmund vor dessen Spiel am Sonntag gegen Hoffenheim auch deshalb keine Angriffsfläche, weil der ohne elf Profis angetretene VfL auch teils beste Chancen nicht nutzte. "Heute wäre definitiv was möglich gewesen, aber wenn man gegen die Bayern zu viel liegen lässt, dann funktioniert das nicht", haderte Wolfsburgs Manager Klaus Allofs.

Wolfsburg zunächst mit besseren Chancen

Lange Zeit hatten die Niedersachsen gut dagegen gehalten und sogar die deutlich besseren Torchancen. Durch die dritte Pflichtspielpleite in dieser Saison gegen den Rekordmeister erlitt das Team von Trainer Dieter Hecking aber einen erneuten Rückschlag im Kampf um die Europapokalplätze. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Abwehrchef Naldo in der Schlussphase. "Wir wissen noch nicht genau, was mit ihm ist", sagte Hecking und Allofs berichtete: "Er ist auf die Schulter gefallen. Das sah nicht gut aus."

Vor 30.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena bestätigte Wolfsburg aber zumindest kämpferisch den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen trotz der vielen Ausfällen. Allerdings fanden die Niedersachsen erst nach einer guten Viertelstunde ins Spiel. Die Bayern begannen gewohnt offensiv und aggressiv mit einer mitunter extrem hoch stehenden Formation. Wolfsburg reagierte auf den Druck mit einer Fünferkette in der Abwehr und kam so zu mehr Balleroberungen und Kontern. Das extrem riskante Defensivspiel der Münchner nutzten sie aber nicht.

Neuer muss gegen Kruse retten

Nach einem Freistoß von Julian Draxler und einem Kopfball von Nationalstürmer Max Kruse (19.) ins lange Eck musste sich Nationalkeeper Manuel Neuer strecken, um den Ball gerade noch so zu erwischen. Kurz vor der Pause vergab Wolfsburgs Routinier Marcel Schäfer die mögliche Führung leichtfertig: Nach einer Ablage von Kruse stand Schäfer völlig frei vor Neuer, verzog aber deutlich.

Dies rächte sich nach der Pause. Nach knapp 70 Minuten patzte die VfL-Abwehr erstmals entscheidend: Nach einer langen Fehlerkette staubte Coman zu seinem vierten Saisontor ab. Acht Minuten später legte Robert Lewandowski mit seinem 23. Saisontor nach und überwand VfL-Keeper Koen Casteels erneut. Mit dem Belgier im Tor als Vertretung für den verletzten Stammtorhüter Diego Benaglio hatte Wolfsburg zuvor noch kein Pflichtspiel verloren.

dpa

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