Rückendeckung für Guardiola

Lahm: "Wollten nie ein zweites Barca werden" 

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Bayern-Kapitän Philipp Lahm unterstützt das System von Pep Guardiola.

München - Nach dem Aus der Bayern in der Champions League gegen Real Madrid wird das System von Pep Guardiola kritisiert. Kapitän Philipp Lahm steht voll hinter dem Spanier und seiner Spiel-Idee. 

Die oberste Priorität im System von Pep Guardiola ist Ballbesitz. Denn Ballbesitz bedeutet Kontrolle über das Spielgeschehen zu haben. Wie erfolgreich diese Idee sein kann, zeigte der Spanier in seinen vier Jahren als Trainer des FC Barcelona. Verständlich, dass er diese Vorstellung vom Fußball auch beim FC Bayern versucht umzusetzen. 

Über zwei Drittel der Saison gelang das den Münchnern mit großem Erfolg. Nach dem Aus in der Champions League wird das System nun kritisch hinterfragt. Bezieht man sich nur auf die Erfolge der letzten Saison, stellt sich aber die Frage, ob die Bayern nicht auf den Tiki-Taka-Fußball verzichten sollten und wieder zum erfolgreichen System, das unter Jupp Heynckes gespielt wurde, zurückkehren sollten?

Der Kapitän sieht das anders: "Der FC Bayern hat nie Tiki-Taka gespielt, wie auch immer sich das genau definiert, sondern mit Pep Guardiola eine eigene effektive Art gefunden, auf höchstem Niveau erfolgreich Fußball zu spielen. Daran werden wir weiter arbeiten", äußerte sich Philipp Lahm im Interview mit der Sport Bild. Von einer Rückkehr zum "alten" System hält er nichts: "Um langfristig ganz oben mitzuspielen, ist es absolut notwendig, sich als Mannschaft immer weiterzuentwickeln und sich ständig anzupassen. Es funktioniert nicht so einfach, dass ein einmal erfolgreiches System immer beibehalten werden kann, weil dich dann andere Teams überholen."

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Der Schritt mit Guardiola zu einem neuen System war für den Kapitän deswegen nur sinnvoll, auch wenn der Ballbesitz-Fußball sehr an den FC Barcelona erinnert und teilweise die gleichen Schwächen in der Defensiv-Bewegung offenbart. Das hat das Spiel gegen Real Madrid (0:4) gezeigt. Der Spanier will trotzdem weiterhin an diesem System festhalten. Und Philipp Lahm unterstützt ihn in seinem Vorhaben: "Unser Ziel war es aber nie, ein zweites Barca zu werden. Wir haben mit Pep Guardiola über zwei Drittel der Saison gezeigt, dass wir einen eigenen, sehr erolgreichen Stil spielen können, präzise und gefährlich im Angriff und ja, wie Barcelona, mit viel Ballbesitz. Denn Ballbesitz bedeutet Kontrolle über das Geschehen."

Der Kapitän steht also zu einhundert Prozent hinter dem Trainer und seiner Spiel-Idee. Und Guardiola betonte bereits, dass er in der nächsten Saison noch mehr daran festhalten werde.

mzl 

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