Däne ist dankbar für seine Leihe zum FCA

Rückkehr zum FCB? Höjbjerg spricht über seine Zukunft

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Pierre-Emile Höjbjerg (l.) hat Ball und Zukunft fest im Blick.

München - Philipp Lahm und Toni Kroos sind über Leihgeschäfte zu Weltklasse-Spielern gereift. Pierre-Emile Höjbjerg kehrt im Sommer vom FCA zu den Bayern zurück. Oder doch nicht?

Pierre-Emile Höjbjerg wechselte zur Saison 2012/13 aus Dänemark zum Nachwuchs des deutschen Rekordmeisters. Nach nur einem Spiel für die U19 berief ihn der damalige U23-Trainer Mehmet Scholl in die zweite Mannschaft. Höjbjergs rasanter Aufstieg setzte sich in der Rückrunde fort. Ex-Trainer Jupp Heynckes wechselte den Dänen zweimal am Saisonende ein, woraufhin die Nachwuchshoffnung mit 17 Jahren und 251 Tagen zum jüngsten Bayern-Bundesligaspieler avancierte. Dank der in dieser Spielzeit gewonnen Meisterschaft ist der Mittelfeldakteur zudem der jüngste Spieler, der in der Bundesliga die Schale hochhalten durfte.

Unter Trainer Pep Guardiola ebbte der Aufschwung des Jungstars jedoch ab. Nur sehr sporadisch kam der Däne zu Einsatzzeiten in der ersten Mannschaft des deutschen Meisters. Daher forcierte Höjbjerg in der Winterpause der abgelaufenen Saison ein Leihgeschäft zum FC Augsburg. Beim FCA kam der 19-Jährige regelmäßig zum Einsatz. "Für mich war wichtig: Ich habe jedes Wochenende gespielt. Mal 90, mal 60, mal 30 Minuten. Dadurch hatte ich einen Rhythmus. So bekommt man die Ruhe am Ball, auch in den heißen Phasen", gab Höjbjerg im Kicker zu Protokoll. Seine Leihe bezeichnet der dänische Nationalspieler daher als Gewinn: "Ich habe viel gelernt und bin auf einem anderen Niveau. Die Spiele sind Gold wert für die Zukunft."

Bei welchem Verein der Däne in der nächsten Saison sein Talent unter Beweis stellen darf, steht noch nicht fest. Eine sofortige Rückkehr zu den Bayern ist offen. "Man muss sich zusammensetzen und überlegen: Was ist das Beste für den FC Bayern? Was ist das Beste für Pierre-Emile Höjbjerg? Und welcher Verein wäre dann das Beste für Höjbjerg." Laut Kicker interessieren sich Leverkusen, Dortmund und englische Top-Klubs für den 19-Jährigen. "Es wäre wichtig zu spielen. Zu lernen, Fehler zu machen, Gas zu geben, den Rhythmus hoch zu halten", nennt der Mittelfeldspieler an Voraussetzungen an seinen künftigen Arbeitsplatz. Aktuell befindet sich Höjbjerg bei der A-Nationalmannschaft Dänemarks, ehe er mit der U21 zur Europameisterschaft fahren wird.

Beim FC Bayern hat Höjbjerg noch einen laufenden Vertrag bis Juni 2018. Nach seiner Augsburg-Leihe sieht er sich für die mögliche Rückkehr bereit: "Wenn ich heute auf dem Platz stehe und das mit Januar oder vergangenen November vergleiche, dann bin ich ein besserer Fußballer geworden. Das war mein Ziel." Auch über den enormen Konkurrenzkampf, besonders um die Plätze im Mittelfeld, ist sich der Däne im Klaren. "Bei Bayern hast du nicht viele Chancen, die musst du nutzen." Fakt ist, bei keinem anderen Verein hat Höjbjerg eine so große Chance, seine Karriere "mit ein paar Titeln" zu beenden, wie beim deutschen Rekordmeister. Und sollte es in der kommenden Saison nicht mit dem Durchbruch bei den Bayern klappen, sollte er sich an Philipp Lahm und Toni Kroos erinnern. Die beiden Superstars wurden nämlich zu Beginn ihrer Karriere für zwei, beziehungsweise eineinhalb Jahre von den Münchnern verliehen.

deu

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