Weltmeister angeblich offen für Wechsel

Götze zurück zum BVB? Das sagt Watzke

München/Dortmund - Borussia Dortmund beschäftigt sich offenbar ernsthaft mit einer Verpflichtung von Mario Götze, der erst 2013 vom BVB zum FC Bayern gewechselt war.

Es wäre der Transfer-Knaller schlechthin! Borussia Dortmund soll sich ernsthaft mit einer Rückholaktion von Mario Götze beschäftigen, der im Sommer 2013 für 37 Millionen Euro zum FC Bayern gewechselt war und dort aktuell nur noch Reservist ist.

Medien: Erste Gespräche zwischen BVB und Bayern

Nach Informationen der Bild-Zeitung sollen bereits erste Sondierungsgespräche zwischen BVB und den Münchnern stattgefunden haben. Aber wir würden die Fans der Borussia reagieren, sollte der verlorene Sohn nach Westfalen zurückkehren? Für die Dortmunder Anhänger ist Götze seit dem Wechsel zum Rivalen ein Hassbild, der Weltmeister wird stets mit gellendem Pfeifkonzert und Schmährufen empfangen. Den Fans müssten die Bosse ein Götze-Comeback in Dortmund als Coup verkaufen - auch daran soll schon getüftelt werden.

Ist dieser Transfer für Borussia Dortmund finanziell überhaupt realisierbar? Die vollen 37 Millionen Euro, die vor drei Jahren geflossen sind, würde der BVB definitiv nicht wieder nach München überweisen. Das Blatt spekuliert über eine maximale Ablösesumme von 20 Millionen Euro (Götzes Marktwert liegt laut Transfermarkt.de bei 40 Millionen Euro). Aber: Der Vertrag des 23-Jährigen läuft nur noch bis 2017, er wäre somit ein Jahr später ablösefrei.

BVB-Geschäftsführer Watzke übt sich in Zurückhaltung

Hans-Joachim Watzke ist genervt. Die Spekulationen haben dem BVB-Geschäftsführer etwas die Laune verdorben. „Das“, betonte Watzke mit Nachdruck, „ist das übliche Theater in der Länderspielpause“. Er wollte sich an den Spekulationen nicht beteiligen. „Das ist das übliche Theater in der Länderspielpause. Aus unserer Sicht gibt es nichts zu kommentieren. Ich habe überhaupt keine Lust, mich daran zu beteiligen“, sagte Watzke dem SID.

Zuletzt hatte Watzke Mitleid mit Götze geäußert. „Ich kenne ihn elf Jahre, noch als ganz kleiner Steppke. Ich habe ihn schon in unserer U15 gesehen. Er hat unseren kompletten Jugend-Bereich durchlaufen und ist ein total netter Kerl. Ich mag ihn einfach, und deswegen tut es mir auch schon ein bisschen leid“, hatte er erklärt.

Dortmund hat kürzlich schon zwei verlorene Söhne zurückgeholt

Die Dortmunder Verantwortlichen hatten eine Rückkehr Götzes zuletzt immer als unrealistisch bezeichnet. Auch bei den Fans ist er nach seinem Wechsel zum FC Bayern in Ungnade gefallen. Dortmund holte in Shinji Kagawa (Manchester United) und Nuri Sahin (Real Madrid) zuletzt aber schon zwei Spieler zurück, die nach ihrem Wechsel bei ihrem neuen Klub nicht glücklich geworden waren.

Der Mittelfeldstar selbst soll einer Rückkehr zu Borussia Dortmund offen gegenüber stehen: Angeblich zweifelt er auch daran, dass er bei Bald-Bayern-Trainer Carlo Ancelotti einen besseren Stand haben würde als jetzt unter Pep Guardiola.

Sportlich erscheint eine Rückkehr für den Nationalspieler durchaus sinnvoll. Zwar soll auch Ex-Trainer Jürgen Klopp Götze auf die Insel zum FC Liverpool locken, doch der Viertelfinal-Gegner des BVB in der Europa League wird in der kommenden Saison wohl nicht in der Champions League vertreten sein.

Eine Rückholaktion würde auch ins Schema des BVB passen. Dortmund holte in Shinji Kagawa (Manchester United) und Nuri Sahin (Real Madrid) zuletzt schon zwei Spieler zurück, die nach ihrem Wechsel bei ihrem neuen Klub nicht glücklich geworden sind - wie Götze.

fw mit sid

Rubriklistenbild: © dpa

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