Der Titan hat einen Tipp für Lahm

200 Millionen für einen Bayern? Kahn: "Dauert nicht mehr lange"

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Oliver Kahn ist sich sicher: Demnächst kommen unmoralische Angebote auch für Bayern-Spieler.

München - Die astronomischen Transferpreise werden laut Oliver Kahn auch nicht mehr lange vor dem FC Bayern Halt machen. Er macht eine nicht allzu gewagte Prognose.

Die europäischen Top-Vereine haben sich nach der EM 2016 erwartungsgemäß nicht lumpen lassen. Hunderte Millionen Euro wechselten den Besitzer. Einige Beispiele: Paul Pogba kehrte für 105 Millionen Euro von Juventus Turin zu Manchester United zurück. Die "alte Dame" wiederum nahm von dem eingenommenen Geld gleich mal wieder 90 Millionen in die Hand und gab sie dem SSC Neapel für Gonzalo Higuaín. Verglichen damit muten die 35 Millionen Euro, die der FC Bayern jeweils für Renato Sanches und Mats Hummels ausgab, geradezu niedlich an. Und vor allem auch, wenn man die laut Transfermarkt.de 22 Millionen betrachtet, die für Mario Götzes Heimkehr nach Dortmund an die Münchner gezahlt wurden.

Doch auch der FC Bayern wird sich laut Oliver Kahn nicht mehr allzu lange vor nahezu obszön unmoralischen Angeboten erwehren können. So lautet zumindest die Prognose des ehemaligen Welttorhüters. Vor allem die Premier League wird seiner Meinung nach mit immer größeren Geldkoffern winken. "Englische Klubs zahlen mittlerweile selbst für durchschnittliche Spieler aberwitzige Summen", so der Titan im kicker. Doch wie man sieht, geizen auch Vereine aus der Primera Division oder der Serie A nicht mit den Summen, ebenso wenig wie Paris Saint Germain.

Auch Bayern ist vor unmoralischen Angeboten nicht gefeit

Er erwartet dementsprechend in mittelnaher Zukunft auch hohe Angebote für Bayern-Stars wie Manuel Neuer, Jerôme Boateng, Thomas Müller und natürlich auch Robert Lewandowski, an dem Real Madrid seit Jahren unverhohlen baggert. "Es wird nicht mehr lange dauern, bis ein Verein für einen Bayern-Spieler 150 oder 200 Millionen Euro bieten wird."

Voraussichtlich wird dies aber nicht für Philipp Lahm geschehen. Denn obwohl er auf seiner Position wohl immer noch zur Weltklasse zu zählen ist, steuert der Kapitän bekanntlich langsam aber sicher auf den Herbst seiner Karriere zu. Danach - soviel ist bereits bekannt - will er den Bayern allerdings weiter erhalten bleiben. Als Verantwortlicher. Ob er dabei direkt vom Rasen ins Büro will, ist noch nicht klar. Kahn gibt seinem Binden-Nachfolger einen Rat: "Ich kann keinem empfehlen, nach dem Karriereende sofort in eine verantwortliche Position im Fußball zu wechseln." Stattdessen solle man erst einmal versuchen, Abstand vom Geschäft zu gewinnen und sich in Fort- und Weiterbildungen das nötige Handwerkszeug anzueignen. "Sonst", so Kahn, "ist das Risiko zu scheitern hoch."

Kahn: So kann Ancelotti die CL gewinnen

Doch bevor sich für Lahm die eine oder andere Alternative überhaupt stellt, will er mit dem FCB unter Carlo Ancelotti noch einige Titel holen. Vielleicht auch den großen Henkelpott. Drei Jahre lang war unter Pep Guardiola im CL-Halbfinale Schluss. Für Kahn ist das ein Vorteil für Ancelotti. Dieser soll die Mannschaft nun auf seine Seite ziehen. Vor allem menschlich. Kahn sieht darin allerdings kein großes Problem für den Maestro. "Ancelotti erinnert mich in seinem Auftreten ein wenig an Jupp Heynckes und Ottmar Hitzfeld." Beide haben bekanntermaßen mit den Roten ja die Königsklasse gewonnen.

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bix

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