Carlo Ancelotti forcierte den Transfer

Sanches: So kommen die zusätzlichen 45 Millionen zusammen

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Da kann sich auch Douglas Costa noch etwas abgucken: Renato Sanches schirmt den Ball vor dem Bayern-Profi ab.

München - Für Renato Sanches greift der FC Bayern sehr tief in die Tasche. Das Rennen um das Talent war offenbar schon fast verloren. Doch dann schaltete sich Carlo Ancelotti ein.

Für den eigentlichen Paukenschlag am großen Shopping-Tag der Roten sorgte Benfica Lissabon. Der börsennotierte Klub, Noch-Arbeitgeber vom künftigen Bayern-Profi Renato Sanches, verbreitete über ein offizielles Statement, dass für das 18-jährige Supertalent bis zu 80 Millionen Euro Ablöse fällig werden könnten. Damit wäre Sanches der fünftteuerste Profi aller Zeiten - nur die spanischen Granden Real Madrid und FC Barcelona investierten jemals mehr für zwei Beine.

Laut der portugiesischen Zeitung Record fußen die bis zu 45 Millionen Euro an Bonuszahlungen auf drei Säulen. So ließ sich Benfica fünf Millionen Euro pro Spielzeit zusichern, in der Sanches beim FC Bayern mindestens 25 Mal zum Einsatz kommt. Zur Einordnung: In dieser Spielzeit absolviert der FCB 53 Pflichtpartien. Da scheint es alles andere als unrealistisch, dass angesichts der fünf Vertragsjahre mal eben 25 Millionen Euro auf die fixe Ablöse von 35 Millionen Euro draufgeschlagen werden.

Die Transfergerüchte rund um den FC Bayern

Weitere Millionen für individuelle Erfolge

Sollte Sanches bis 2021 in die Weltelf oder sogar in die Endausscheidung der drei weltbesten Spieler um den Ballon d'Or gewählt werden, wären zusätzlich bis zu 20 Millionen Euro fällig. Da fragt sich der geneigte Fan schon: Warum plündert der FC Bayern sein prall gefülltes Festgeldkonto in diesem Maß für einen Spieler, der erst im Oktober 2015 sein Debüt bei den Profis gab?

Auch darauf hat Record die Antwort parat: Die Münchner plumpsten offenbar mit reichlich Verspätung an den Verhandlungstisch. Erst rund um die Viertelfinal-Duelle in der Champions League gegen Benfica vor rund einem Monat seien die Gespräche zwischen dem deutschen und dem portugiesischen Rekordmeister aufgenommen worden. Damals sollen die Verhandlungen wegen eines Wechsels zu Manchester United schon weit fortgeschritten sein.

Ancelotti mischt sich erfolgreich ein

Doch der FC Bayern preschte erfolgreich dazwischen - auch dank des künftigen Trainers Carlo Ancelotti. Dessen gutes Verhältnis zu Sanches-Berater Jorge Mendes war demnach mit ausschlaggebend für das Umdenken bei den Portugiesen. Selbstredend neben den paar Millionen, die die Roten eventuell bald häppchenweise on top nach Lissabon überweisen.

So lange laufen die Verträge der Bayern-Stars

Auch Manchester City soll in den vergangenen Wochen intensiv über eine Verpflichtung des zweimaligen Nationalspielers nachgedacht haben. Nun gehört deren künftiger Teammanager Pep Guardiola jedoch ins Lager der Geschlagenen. Dabei hatte der Katalane Sanches noch öffentlich geadelt: "Renato Sanches ist einer der besten jungen Spieler in Europa. Er hat viel Persönlichkeit und eine große Zukunft vor sich."

Und die liegt beim FC Bayern, wo der Youngster mit den kolportierten 1,5 Millionen Euro Jahresgehalt vorerst zu den Geringverdienern zählen wird. Ein teures Vergnügen dürfte der junge Mann mit der Rasta-Frisur dennoch allemal werden.

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