"Individualisten" und unmotiviert

Frankreich: Ribéry & Co. immer noch unbeliebt

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Trotz Quali unbeliebt: die französische Nationalelf um Franck Ribéry (r.).

Paris - Mit einem Kraftakt hat die französische Nationalelf die Qualifikation für die WM 2014 geschafft. Trotz des Erfolges ist die "Equipe Tricolore" bei den Fans sehr unbeliebt.

Trotz der Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien hat die französische Fußball-Nationalelf ihr schlechtes Image bei den Fans nicht abschütteln können. Nach einer Samstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage der Zeitung „Le Parisien“ und des Instituts BVA haben 79 Prozent der Franzosen immer noch eine negative Meinung der Profis um FC-Bayern-Star Franck Ribéry.

82 Prozent der Befragten kritisierten die Nationalspieler als „Individualisten“. Lediglich 16 Prozent meinten, die Angehörigen der Équipe tricolore wirkten „motiviert“, nur 13 Prozent sagten, sie seien „sympathisch“. Sogar nur magere neun Prozent äußerten die Überzeugung, dass die Bleus „Liebe zum Nationaltrikot“ zeigen. Im Gegensatz zu Medien und Politikern erklärten 81 Prozent, die Moral der krisenerschütterten Franzosen sei durch den Sieg nicht gestärkt worden.

Nach einem 0:2 in der Ukraine hatten die Schützlinge von Trainer Didier Deschamps am vergangenen Dienstag im Playoff-Rückspiel durch einen 3:0-Heimsieg doch noch das WM-Ticket gelöst. Bei den Fans bleiben die Affären und Misserfolge der jüngsten Jahre aber unvergessen. Sowohl bei der EM 2008 als auch bei der WM 2010 schied Frankreich in der Vorrunde aus und sorgte vor allem in Südafrika abseits des Platzes für Negativschlagzeilen. Auch der Viertelfinal-Einzug bei der EM 2012 war wenig überzeugend.

dpa

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