"Vollpfosten": Robben muss zum Rapport

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Arjen Robben hat Thomas Müller das 1:0 vorgelegt

München - Arjen Robben hat Schiedsrichter Knut Kircher nach dem Derby-Remis in Nürnberg unflätig beschimpft. Der Wortlaut macht bereits die Runde. Der Niederländer muss zum Rapport. 

Nach dem Schlusspfiff des Derbys gegen den 1. FC Nürnberg sind bei Arjen Robben die Sicherungen durchgebrannt. Knut Kircher zeigte ihm wegen einer Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte.

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Minuten nach seiner Entgleisung stellte sich Robben den Fragen der Reporter. "Entschuldigung an meine Fans und meine Spieler. Das darf ich nicht machen", sagte er und entschuldigte sich im Anschluss auch beim Unparteiischen persönlich. "Ich habe dies vermerkt. Ob es die Entscheidung beeinflusst, kann ich nicht beurteilen", so der Referee.

Das DFB-Sportgericht wird kommende Woche über das Strafmaß verhandeln. Zwei Spiele Sperre gelten als wahrscheinlich. Damit würde er am Sonntag gegen Leverkusen und am 23. April bei Eintracht Frankfurt fehlen.

Dass Robben in der entscheidenden Phase der Saison nur zusehen darf, schmerzt ihn selbst am meisten: "Ja, natürlich ist das schlimm, das ist das Allerschlimmste. Das ist sehr schade."

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Eine Geldstrafe soll es nach tz-Informationen nicht geben, obwohl Mitspieler und Vorgesetzte beim FC Bayern sauer sind. "Das, was Arjen gemacht hat, ist unakzeptabel. Es wird sicherlich ein Gespräch mit ihm geben - das ist undiszipliniert, und das können wir jetzt nicht gebrauchen", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Sonntag.

"Arjen Robben hat sich gehen lassen, er war auch ein bisschen frustriert", sagte Trainer Louis van Gaal, "aber ein Profi muss die Kontrolle über sich haben, leider ist das nicht passiert.“ Auch Mario Gomez war sauer. “Das ist erstens keine Art und zweitens darf das nicht passieren“, sagte der Nationalstürmer.

Welche Worte genau gefallen sind, ist nicht endgültig geklärt. Die "BamS" berichtet, Robben habe gesagt: "Was pfeifst du nur für Kleinigkeiten, du Vollpfosten!"

Robben behauptet: "Ich weiß nicht mehr, was ich gesagt habe." Er sei einfach sehr sauer und enttäuscht gewesen. Kircher erklärt kryptisch: "Es fielen Worte, die in den Bereich der Beleidigung gehen." Die Worte seien nichts fürs Fernsehen, sondern vielmehr ein Fall für seinen Sonderbericht an den DFB ...

Zumindest die Verabschiedung klappte aber dann. „Wir haben uns die Hand gegeben“, erzählte Kircher vom Ende der Unterredung in der Schiri-Kabine: „So wie sich das für echte Männer gehört.“

kim / ta

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