Streitpunkt Financial Fairplay

Rummenigge: UEFA lässt sich nicht drohen

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Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern, verteidigt das Financial Fairplay der UEFA.

München - Irrationale Ablösen, eine mögliche WM-Verschiebung, der FC Bayern im Hoch – bei goal.com nahm Vorstandvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge zu vielen Themen Stellung.

Rummenigge über…

…den diesjährigen Rekordumsatz von 528 Millionen Euro: Früher war alles viel kleiner. 1994 wurde Franz Beckenbauer neuer Präsident. Wir hatten eine Sitzung mit einem einzigen Thema: Wie pumpen wir den Klub finanziell auf? Dem FC Bayern ging es gar nicht so gut. Wir wollten Qualität in Form von Spielern holen, und die kosten Geld. Also haben wir unglaubliche Anstrengungen unternommen, auch Uli Hoeneß, um neue Einnahmen zu generieren.

… Financial Fairplay: Einige Vereine sind bestraft worden. Michel Platini will sein Baby langsam groß machen. Und das ist nötig. Es ist keine gesunde Landschaft. Die UEFA muss jeden fordern und fördern, ihn zu seriösem Wirtschaften anhalten. Sonst laufen wir immer weiter in eine Irrationalität, was Transfersummen betrifft, die irgendwann zu immer größeren Problemen führt. Nehmen Sie das Beispiel Paris Saint-Germain: Da steht ein riesiges Unternehmen dahinter. Mit fast unendlich viel Geld. Da die Stärke des Kaders sehr vom Transfermarkt abhängig ist, könnte unendlich investiert werden. Wir halten das für nicht fair.

…Ultras und Kommerz: Viele Gruppierungen sind gegen jede Art von Kommerz. Wir hatten die Diskussion mit unseren Ultras. Ohne die Kommerzialisierung hätten wir kein Stadion dieser Qualität, dieser Atmosphäre. Wir hätten keinen Franck Ribéry, keinen Manuel Neuer, keinen Arjen Robben und wie sie alle heißen. Du musst einen gesunden Spagat finden.

…eine Verschiebung der WM in 2022 Katar: Wir von der ECA (European Club Association, d. Red.) sind grundsätzlich bereit, über ein Wechsel-Datum, ganz unabhängig ob November, Januar oder wann auch immer, zu sprechen. Unter einer Conditio: Der Vereinsfußball und die Ligen dürfen nicht als Einzige die Rechnung tragen. Wir haben, formulieren wir es so, eine gelebte Kalender-Harmonie. Die große Kunst ist, mit diesem Spielkalender so umzugehen, dass er möglichst wenige Veränderungen mit sich bringt.

dpa

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