Bayern-Vorstandsboss

Rummenigge: Keine Friedenspfeife mit dem BVB

Rummenigge Dortmund
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Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge sagt bei Sport1 über den BVB: "Ich glaube nicht, dass wir eine Friedenspfeife rauchen müssen."

München - Im Interview spricht Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge über Sportdirektor Sammer, Trainer Pep Guardiola und die Dauerfehde mit Borussia Dortmund.

Im Exklusiv-Interview mit Sport1 äußert sich Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge über die schlechten Ergebnisse der deutschen Nationalmannschaft zum Start der EM-Qualifikation, den Konkurrenzkampf der Bundesliga mit der englischen Premier League, FCB-Trainer Pep Guardiola, die Dauerfehde mit Borussia Dortmund, das Bayern-Interesse an Marco Reus und die mögliche Vertragsverlängerung mit Sportvorstand Matthias Sammer. Die wichtigsten Aussagen im Folgenden. Das komplette Interview strahlt Sport1 am Mittwochabend ab 18.30 Uhr in der Sendung "Bundesliga Aktuell" aus.

Rummenigge über das 0:2 der deutschen Nationalmannschaft gegen Polen und das 1:1 gegen Irland: „Das Einzige, was mir Sorgen macht, ist, dass es offensichtlich keinem Sorgen macht. Alle sind überzeugt, dass das kein Problem darstellt. Am Ende des Tages wird es wohl auch kein Problem darstellen. Ich habe erwartet, dass in der Saison nach dem WM-Gewinn nicht alles glatt laufen wird. Man darf nicht vergessen, dass Lahm, Klose und Mertesacker zurückgetreten sind. Das waren über ein Jahrzehnt absolut wichtige Stammkräfte dieser Mannschaft. Andere wichtige Spieler wie ein Schweinsteiger stehen derzeit nicht zur Verfügung, weil sie verletzt sind. Man wird diesen Stolperstart noch ein paar Monate ertragen müssen. Aber ich bin überzeugt davon, dass wir 2015 wieder eine sehr erfolgreiche Nationalmannschaft sehen werden. Und die wird sich auch zu hundert Prozent qualifizieren – das ist sicher!“

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Rummenigge über den Konkurrenzkampf der Bundesliga mit der englischen Premier League: „Ich glaube, momentan blicken eher die Engländer etwas neidisch zu uns hinüber. Sie haben zwar hohe Einnahmen, aber in sportlicher Hinsicht verlieren sie etwas an Attraktivität gegenüber der Bundesliga. Vor einiger Zeit war die Bundesliga im UEFA-Ranking noch Vierter, jetzt ist sie Dritter. In den letzten zwei Jahren haben wir auf die Premier League aufgeholt und ich fordere alle Bundesliga-Klubs auf, in der kommenden Woche in der Champions League und der Europa League so viele Punkte wie möglich zu machen. Wir können die Engländer in diesem Jahr überholen und das wäre ein großer Schlag ins Kontor der Premier League.“

Rummenigge über FCB-Trainer Pep Guardiola: „Ich bin mehr als glücklich mit Pep Guardiola. Für mich ist er der beste Trainer der Welt. Ich hoffe, er bleibt uns so lange wie möglich erhalten. Er ist ein Garant dafür, dass wir auf der Erfolgsspur bleiben.“

Rummenigge über die Dauerfehde mit Borussia Dortmund: „Die Dortmunder haben mitgeteilt, dass sie an einem gemeinsamen Essen mit Bayern München kein Interesse mehr haben. Das gilt es zu respektieren. Alles andere wird dann in Zukunft auf dem Platz entschieden. Ich habe Respekt vor Borussia Dortmund, aber ich glaube nicht, dass wir eine Friedenspfeife rauchen müssen.

Rummenigge über das Bayern-Interesse an Marco Reus: „Wenn ein deutscher Nationalspieler eine Ausstiegsklausel hat und sein Vertrag auslaufen könnte, ist der FC Bayern verpflichtet, sich Gedanken über ihn zu machen. Bei Marco Reus ist seine Ausstiegsklausel bekannt. Ob wir uns mit ihm befassen, kann ich heute nicht seriös voraussagen. Dafür haben wir intern noch zu wenig über das Thema gesprochen. Ich werde vor dem Spiel am 1. November auch ganz bewusst kein Salz in die Wunde der Dortmunder streuen. Natürlich werden sie bemüht sein, den Vertrag zu verlängern. Ich kann mir auch vorstellen, dass es viele große Klubs aus anderen Ländern gibt, die an einer Verpflichtung von Marco Reus interessiert wären. Aber am Ende des Tages wird der Spieler entscheiden, was er will. Und auch das gilt es zu respektieren.“

Rummenigge über die mögliche Vertragsverlängerung mit Sportvorstand Matthias Sammer: „Karl Hopfner und Matthias Sammer haben zeitnahe Gespräche vereinbart. Und sollten die beiden sich einigen, was nicht ganz unwahrscheinlich ist, muss man damit auch nicht bis zur Jahreshauptversammlung warten. Einen spanischen Sportdirektor wird es beim FC Bayern jedenfalls sicherlich nicht geben. Wir sind mit der Performance von Matthias Sammer sehr zufrieden!“

mm/tz

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