"Ich weiß, dass ich sehr gute Optionen habe"

Wagner: Darum würde ich nicht zu Bayern gehen

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Sandro Wagner.

München/Darmstadt - Sandro Wagner wird Darmstadt 98 verlassen - aber der FC Bayern wird es wohl nicht werden. Der Stürmer erklärt auch warum.

14 Tore erzielte Sandro Wagner für Aufsteiger Darmstadt 98 und war damit maßgeblich am sensationellen Klassenerhalt der Hessen beteiligt. Bei der Verpflichtung des 28-Jährigen im August 2015 war das nicht zu erwarten gewesen, war Wagner doch bei Hertha BSC äußerst glücklos geblieben. Seine starke Saison machte ihn zu einem begehrten Stürmer, er wird die Lilien definitiv verlassen.

Anfang Mai kurstierten Gerüchte in den Medien, wonach der FC Bayern an einer Verpflichtung Wagners interessiert sein sollte. Der Angreifer war in der FCB-Jugend ausgebildet worden. "Ich habe das auch gelesen", sagte Wagner jetzt im Interview mit der Bild. "Bis jetzt habe ich aber nichts gehört von Bayern München."

Und der Rekordmeister muss sich wohl auch gar nicht erst bemühen, Sandro Wagner zu verpflichten. "Ich würde nirgendwo hingehen, wo ich gutes Geld verdiene, aber auf der Bank sitze", stellt Wagner klar. Ein Backup für Robert Lewandowski würde er nicht sein wollen. "Ich habe keinen Bock mehr auf die Bank! Ich weiß, dass ich sehr gute Optionen habe, denen ich mehr oder weniger nur zusagen muss." Und wo liegen diese Optionen? "Ich gehe nach England oder bleibe in Deutschland", sagt Wagner, wobei die Bundesliga sein bevorzugtes Ziel sei.

Wagner hatte im April für Aufsehen gesorgt, als er meinte, dass Fußballer zu wenig Geld verdienen würden. "Gemessen an all dem, was man aufgibt, finde ich, dass auch die bei Bayern zu wenig verdienen - selbst 12 Millionen oder so", sagte Wagner damals. "Die Profis in den amerikanischen Ligen bekommen auch deutlich mehr.“

Wagner tadelt Götze-Kritiker: "Andere sind jedes Wochenende saufen"

Der wechselwillige Torjägersprang zudem Nationalspieler Mario Götze zur Seite: "Andere 23-Jährige, die über ihn lästern, sind jedes Wochenende saufen, haben keinen Plan vom Leben, wohnen noch bei Mama und Papa. Und der Junge steht seit Jahren in der Öffentlichkeit und kriegt Dresche ohne Ende."

Götze war beim Rekordmeister unter Ex-Trainer Pep Guardiola zuletzt nicht einmal mehr als Edeljoker eingesetzt worden. Ob er tatsächlich in München bleiben wird, ist fraglich - angekündigt hat er es zumindest. "Das ist doch ein gutes Zeichen, wenn sich ein Spieler durchbeißen will", meinte Wagner.

Und auch sonst fand der 28-Jährige, der mit 14 Saisontoren maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt der Lilien besaß und Angebote aus England und der Bundesliga vorliegen hat, lobende Worte. "Vergesst nicht: Mario hat uns zum WM-Titel geschossen. Ich kann keinen verstehen, der ein negatives Wort über Mario verliert", sagte Wagner.

fw/SID

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