Trip auf die Wiesn

Nach Klatsche: Paderborn feiert auf Oktoberfest

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Nach der Klatsche gegen den FC Bayern feiert der SC Paderborn auf dem Oktoberfest in München.

München - 0:4 und die Tabellenführung verloren - doch Aufsteiger SC Paderborn feierte sich und sein Abenteuer Bundesliga am Tag darauf auf der Wiesn.

Auch am Tag nach der ersten Niederlage in der noch jungen Bundesliga-Geschichte des SC Paderborn war beim Aufsteiger nichts von Ernüchterung zu spüren. Spieler und Verantwortliche kamen sich bei ihrem Ausflug nach München, den sie trotz der 0:4 (0: 2)-Pleite beim FC Bayern auf der Wiesn ausklingen ließen, noch immer vor wie kleine Kinder im Spielzeugland. Staunen hier, offene Münder da. „Es war ein Riesenspaß, hier spielen zu dürfen, einfach nur geil“, fasste Abwehrspieler Daniel Brückner die Gemütslage zusammen.

Ein Bundesliga-Spiel als Erlebnisreise. Trainer Andre Breitenreiter nannte es auf der Pressekonferenz „eine Ehre, neben Pep Guardiola sitzen“ zu dürfen. Danach bat er den großen Spanier um ein gemeinsames Foto. „Ein tolles Erlebnis“ für den ganzen Klub sei dieser Trip nach München gewesen, meinte der Coach. Und das Ergebnis? Der Verlust der Tabellenführung? Zu vernachlässigen. Die Spieler schwärmten vom Treffen mit den Stars, wie etwa Patrick Ziegler, der sich „neben Dante oder Boateng“ ganz klein vorkam.

Doch nicht alle Träume wurden wahr. Brückner meinte mit einem Augenzwinkern, er hätte den verletzten Franck Ribery „schon auch noch gerne gesehen“. Und ja, die Pleite sei „trotzdem doof“, ergänzte er. Torhüter Lukas Kruse meinte angesichts der vier Gegentore: „Ich hab“s nicht genossen.„

Paderborn: Plätze im Wiesn-Zelt eines Sponsors

Das Genießen holten die Ostwestfalen aber am Mittwochmittag trotz englischer Woche auf dem Oktoberfest nach. Die Bayern hatten ihnen Plätze im Zelt eines Sponsors organisiert. `Das haben sich die Jungs in den vergangenen Monaten mehr als verdient“, sagte Breitenreiter.

Der Start für den selbsternannten „krassesten Aufsteiger der Bundesliga-Geschichte“ sei mit acht Punkten schließlich „super“ gewesen, ergänzte Ziegler, „das lassen wir uns nicht kaputt reden, nur weil wir 4:0 auf den Sack bekommen haben“. Außerdem sei der große FCB „nicht der Maßstab“, ergänzte Manager Michael Born.

Klar, fügte er an, die Spieler hätten nach couragiertem Beginn „zu viel Respekt“ gezeigt vor den Stars. Aber mit der Umstellung auf eine defensive Fünferkette hätte sich die Elf stabilisiert. Und diese Variabilität sei ja auch ein gutes Zeichen für die Zukunft. Am Samstag kommt Borussia Mönchengladbach nach Paderborn. Das nächste Highlight für den sympathischen Außenseiter, dem die Bundesliga noch immer wie eine glitzernde Traumwelt vorzukommen scheint.

Zurück nach Paderborn ging's übrigens mit dem Bus. „Fliegen ist zu teuer“, sagte Born.

Sie bringen die Würze: Reizfiguren des Fußballs

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sid

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