Nach Wechsel zum BVB

Rode stichelt gegen den FC Bayern

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Sebastian Rode.

München - Nach seinem Wechsel zu Borussia Dortmund spricht Sebastian Rode offen über seine Gründe für den Abschied vom FC Bayern. Er übt offen Kritik am Rekordmeister.

Sebastian Rode verlässt den FC Bayern nach zwei Jahren und wechselt zu Borussia Dortmund. Kam er in seiner Premieren-Saison noch wettbewerbsübergreifend auf 35 Einsätze, waren es im zweiten Jahr nur noch 17. Im Interview mit dem Kicker spricht der 25-Jährige über die Gründe seines Wechsels - und findet klare Worte.

"Ich musste mir nach zwei Jahren in München klar werden, wie es weitergehen soll", so Rode. "Als Bayern mit Renato Sanches nochmal mit einem Millionen-Transfer fürs Mittelfeld zuschlug, da war mir klar, dass es Zeit wird zu gehen. Mir wurde zwar immer vom Verein aus gesagt, wie toll man mich findet, dass man mich gerne behalten würde, aber die Wirklichkeit und die Taten sahen anders aus. Wenn man das ein ganze Jahr hört und dann doch nie spielt, dann glaubt man das irgendwann nicht mehr. Ich musste jetzt was Neues machen."

Echte Gründe, warum er dennoch kaum noch Einsätze bekam, erhielt Rode nicht. Auch nicht von Pep Guardiola, den er darauf ansprach: "Auch da konnte er mir nicht den Grund nennen, warum ich nie spiele."

Ein Spieler, der das Schicksal von Rode nachhaltig beeinflusste, war in Rodes Augen Arturo Vidal, der im Sommer 2015 nach dem Abschied von Bastian Schweinsteiger an die Säbener Straße geholt wurde. "Wenn er nicht gekommen wäre, hätte ich sicherlich nach meiner ersten guten Saison mehr Einsätze bekommen", ist sich Rode sicher. "Ich hatte damals das Gefühl, dass Pep mit dieser Mannschaft eigentlich ins Rennen gehen wollte, doch dann kam Arturo dazu und es war klar, dass er ihn spielen lassen musste. Vidal ist ein super Fußballer und hat in den Champions-League-Spielen oftmals den Unterschied ausgemacht, aber mit ihm wurde es für mich natürlich schwer. Da hätte ich mir mehr Vertrauen gewünscht, dass man mir die Chance gibt zu zeigen, ob ich in die Rolle von Schweinsteiger hineinwachsen kann. Aber Bayern gibt den Spielern kaum noch die Chance zur Entwicklung. Bei Bayern ist es besser, wenn man als gestandener Profi kommt."

So lange laufen die Verträge der Bayern-Stars

Borussia Dortmund, sein "Lieblingsklub", soll für Sebastian Rode der Neuanfang werden. Die Entscheidung, vor zwei Jahren von Eintracht Frankfurt zum Rekordmeister zu wechseln, bereut er aber nicht: "Nein, es war genau die richtige Entscheidung, nach München zu wechseln. Ich würde es immer wieder so machen. Es war mir eine große Ehre, für diesen Weltklub gespielt zu haben."

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