Langer Transferstreit

Offiziell! Sinan Kurt wechselt zum FC Bayern

+
Sinan Kurt (rechts) steht nach langem Transferstreit vor einem Wechsel zum FC Bayern München.

München - Im Transfergerangel um den Mönchengladbacher Nachwuchsfußballer Sinan Kurt gibt es eine Einigung zwischen Borussia und dem FC Bayern München. Das bestätigte der aufnehmende Verein am Sonntagabend.

Der Transfer-Zoff um Super-Talent Sinan Kurt ist beendet. Der 18-Jährige wechselt mit sofortiger Wirkung zum FC Bayern. In München erhält er einen Vierjahresvertrag. Das vermeldete der deutsche Rekordmeister am Sonntagabend auf seiner Internetseite.

Wie die dpa erfuhr, überweisen die Münchner eine fixe Ablösesumme von 1,1 Millionen Euro an Borussia Mönchengladbach. Aber: Dazu kommen Boni in noch unbekannter Höhe, etwa bei Bundesliga-Einsätzen oder Nominierungen für die Nationalmannschaft. Die Vereine einigten sich Sonntagvormittag vor dem Spiel der Gladbacher in Freiburg auf den Transfer, noch im Laufe des Sontages sollte sich Kurt auf den Weg an die Isar machen, um beim Rekordmeister einen langfristigen Vertrag zu unterschreiben. „Ich bin Borussia und Herrn Eberl sehr dankbar, dass sie mir keine Steine in den Weg gelegt haben für meine Zukunft. Ich bin super neugierig auf das, was mich erwartet. Ein Traum wird wahr“, sagte Kurt der Internetseite von Sport1.

Schon seit Monaten kämpfen die Münchner um Kurt, Gladbachs Manager Max Eberl wollte das Nachwuchs-Juwel aber nicht ziehen lassen. Das Talent hatte bei den Borussen noch einen Kontrakt bis 2015, ein Anschlussvertrag sollte bis 2016 laufen. Gegen diesen hatte Kurts Berater allerdings rechtliche Bedenken geäußert.

Erst ein Regionalliga-Spiel auf dem Konto

Das Wechsel-Theater um den Junioren-Nationalspieler zieht sich schon seit Mai hin, Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge verspürte bei den Verhandlungen allerdings keinerlei Zeitdruck, wie er unlängst im Münchner Merkur erklärte und die Situation so beschrieb: „Max Eberl will mehr Geld, als ihm Matthias Sammer und Michael Reschke geboten haben. Das ist ganz normal. Aber: Der Spieler hat nur noch einen Vertrag bis 2015. Das würde ich bei Gladbach nicht ganz unberücksichtigt lassen. Und wenn man es nicht hinkriegt, kommt der Spieler eben 2015 – dann kostenlos.“

Bislang sorgte Kurt mehr außerhalb als auf dem Platz für Schlagzeilen. Ein einziges Regionalliga-Spiel hat der hoch veranlagte Nachwuchskicker aufzuweisen, mehr als trainieren durfte er bei den Gladbacher Profis noch nicht.

Auch beim FC Bayern wird er wohl vorerst bei den Amateuren in der Regionalliga zum Einsatz kommen, um dort langsam an den Profikader herangeführt zu werden. Danach soll er zeigen, dass er den Ärger mit Gladbach wert war – und die dürften sich dann über weitere Millionen freuen…

dpa/tz/SID

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

DFB-Pokalfinale: FC Bayern gegen Borussia Dortmund live im TV und Live-Stream
DFB-Pokalfinale: FC Bayern gegen Borussia Dortmund live im TV und Live-Stream
Rummenigge: Seitenhieb auf RB Leipzig
Rummenigge: Seitenhieb auf RB Leipzig
Fan lässt sich Glasauge mit Bayern-Logo anfertigen
Fan lässt sich Glasauge mit Bayern-Logo anfertigen
Ticker: Peps Elfer-Helden! FCB gewinnt Pokal nach Krimi
Ticker: Peps Elfer-Helden! FCB gewinnt Pokal nach Krimi

Kommentare