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Hamann: Guardiola hat Bayern vorgeführt

Dietmar Hamann, FC Bayern, Kritik
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Sky-Experte Dietmar Hamann lässt an Guardiola kein gutes Haar übrig.

Unterföhring - Pep Guardiola verlässt nach dieser Saison den FC Bayern. Wie der Abgang jedoch abgelaufen ist, findet Sky-Experte Didi Hamann "nicht Bayern-Like" und legt nach.

Der FC Bayern wird wieder zum FC Hollywood. So sieht das auch Ex-Bayern-Spieler Dietmar Hamann. Der Sky-Experte hat vor allem ein Lieblingsziel: Pep Guardiola.

Sky Experte Dietmar Hamann...

... zu Guardiolas Verhalten gegenüber dem FC Bayern: „Er hat die Bayern irgendwo vorgeführt. Das ist nicht Bayern-Like. Dass die Bayern das mit sich haben machen lassen, das überrascht mich auch. Ich denke, dass da Respekt verloren gegangen ist, weil er nicht immer mit offenen Karten gespielt hat. Er wird bei den Bayern schon mit anderen Augen gesehen als noch vor sechs Wochen. Die Bayern haben in den letzten zwei Jahren mehr Macht und Kompetenz an den Trainer gegeben als jemals zuvor, ohne es vielleicht zu merken.“

... zur Frage, ob es Zeit für eine Aussprache mit Karl-Heinz Rummenigge sei: „Ich stehe da drüber und will mich nicht dazu äußern. Er hat sich da zu einer Aussage hinreißen lassen, die er möglicherweise nicht hätte machen sollen. Wenn er mich anrufen will, dann kann er das gerne tun. Es hat mir keine schlaflosen Nächte bereitet.“

... zu Guardiolas Bilanz beim FCB: „Wenn man etwas gegen ihn gesagt hat, dann war das wie Gotteslästerung. Er schien allheilig zu sein bei den Bayern. Ich möchte nicht sagen, dass sie auf das falsche Pferd gesetzt haben, aber die Champions League wird der Test sein. Wenn sie wieder sang- und klanglos ausscheiden wie in den letzten beiden Jahren, dann wird man auf die Ära Pep Guardiola zurückblicken und sagen, das war gut, aber mit Sicherheit nicht sehr gut.“

... zur Situation in Premier League: „Die durchschnittlichen Spieler in der Premier League verdienen zu viel Geld. Der Fernsehmarkt ist explodiert. Aber das ganze Geld, das an die Vereine ging, das ging direkt weiter an die Spieler und Berater. Ein Fußballverein ist ein Business, aber in England werden die Vereine nicht wie Business geführt. Das Geld kommt und geht wieder raus. Ich glaube nicht, dass die Vereine jetzt in einer finanziell besseren Situation sind als vor 20 Jahren. Was in England im Moment passiert, das sollte als warnendes Beispiel dienen.“

... zur Entwicklung von Leicester City: „Es ist eine wunderbare Geschichte. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob sie oben bleiben können. In der nächsten Woche spielen sie beim FC Arsenal. Wenn sie da wieder nicht verlieren, dann müssen wir uns mit dem Gedanken anfreunden.“

sid/pm

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