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Neue Zäune! So funktioniert jetzt die Arena-Südkurve

München - Die komplette Südkurve der Allianz Arena besteht nun aus Stehplätzen. Wir erklären das neue Klapp-System und zeigen, wie die Fankurve des FC Bayern jetzt aussieht.

Ein Traum für die Fans des FC Bayern ist wahr geworden. Ihre geliebte Südkurve besteht endgültig nur noch aus Stehplätzen. Der Umbau, der in zwölf Wochen Sommerpause durchgeführt wurde, verschafft den Anhängern nun auf der kompletten Südseite des Unterrangs ein "echtes Stehplatz-Gefühl". Zuvor waren dort noch feste Sitze installiert.

"Das ist eine echte Herzensangelegenheit, weil sich die Bayern-Fans über viele Jahre eine große Südkurve gewünscht haben, so wie es früher einmal im Olympiastadion auch war", sagt Jürgen Muth, Geschäftsführer der Allianz Arena. "Das wird unseren Fans sicherlich sehr gut gefallen." Die alten Sitze in der Fankurve der Bayern-Fans wurden entfernt und ein neues Klappsystem eingebaut

Klappsystem erleichtert Umbau für Champions League

Auf den ersten Blick sieht die Tribüne aus wie ein normaler Stehblock. Doch beim genaueren Hinsehen fallen die eingebauten Metallstufen auf, die zwischen die bestehenden Betonstufen eingesetzt wurden. Genau darunter befinden sich die neuen Sitze. Innerhalb eines Tages kann die Kurve somit in eine komplette Sitzplatz-Tribüne verwandelt werden, die für internationale Spiele benötigt wird. Stehplätze sind hier nicht erlaubt.

Das System ist bereits seit August 2011 in der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena eingebaut und hat sich bewährt - daher der Name "Stuttgarter Modell". Für das Aufklappen der einzelnen Sitz-Elemente werden nur wenige Handgriffe benötigt. Geschäftsführer Muth erklärt den Vorteil des Systems: "Das war ganz wichtig aus logistischen Gründen, weil wir sonst natürlich mehrere 1000 Stühle jedes Mal hätten demontieren müssen zwischen einem Champions-League-Spiel und einem Bundesliga-Spiel." Insgesamt wurden 5210 dieser Klappsitze installiert.

Exklusive Einblicke: Die Arena nach dem Umbau

Exklusive Einblicke: Die Allianz Arena nach dem Umbau

Sollte die Stadt München grünes Licht geben und der Arena eine Erhöhung des Fassungsvermögens auf 75.000 Zuschauer genehmigen, dürften in der Südkurve künftig rund 2200 Fans mehr als bislang ihr Team anfeuern. Die Kapazität der Südkurve (bisher 6897) stiege dann auf 9136 Stehplätze an. Möglich wurde dies auch durch den bereits erfolgten Einbau neuer Sitzplätze im Oberrang.

Neue Zäune in der Südkurve

Der Zaun zwischen den Blöcken 111 und 112 ist höhenverstellbar.

Eine kleine Einschränkung bringt diese (baldige) Erweiterung der Südkurve allerdings mit sich. In jedem Stadionsektor dürfen sich den Sicherheitsbestimmungen zufolge maximal 2500 Personen befinden. Ein Sektor besteht dabei aus zwei Blöcken. Da die Sektoren im Süden nach dem Umbau aber diese Marke überschreiten, müssen die bisher zusammengefassten Blöcke (z.B. 110/111 und 114/115) nun mit einem neu errichteten Zaun voneinander getrennt werden. Zudem musste im Norden eine zusätzliche Treppe vom Stadionumlauf zu den Einlasstoren gebaut werden, um der dann gestiegenen Anzahl an Personen gerecht zu werden und die beiden Rampen zu entlasten.

Eine spezieller, höhenverstellbarer Zaun wurde zwischen den Blöcken 111 und 112 installiert. Der Grund hierfür liegt in der Stadionnutzung durch den TSV 1860. Die Löwen bringen ihre Gäste-Fans in den Blöcken 112 bis 107 der Südkurve unter. Hier müssen die Fanlager sicher getrennt werden. Für die Heimspiele der Bayern wird der Zaun aber nur halb so hoch sein.

Florian Weiß

In weiteren Artikeln werden wir auf unserem Portal in dieser Woche noch detailliert auf die Highlights nach dem Umbau eingehen.

Rubriklistenbild: © Scarlett Richter

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