Und was ist, wenn einer pinkeln muss?

Wer sind eigentlich diese Fans im "T"?

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Schon seit Jahren ist das "T" in der Allianz Arena zu sehen

München - Wer sind die weißen Fans im Telekom-"T" bei Bayern-Heimspielen? Kann ich auch einer werden? Dürfen die aufs Klo? Warum sie zuletzt nicht zu sehen? Diese Fragen stellen sich viele Fans - wir beantworten sie.

Die Allianz Arena ist bei Bayern-Heimspielen zugepflastert mit Werbebotschaften. Eine fällt besonders auf und ist immer wieder Gesprächsthema bei Fans: Eine Gruppe von Stadionbesuchern bildet in weißen Gewändern ein "T", das Logo des FC-Bayern-Partners Telekom. Wer sind die eigentlich? Diese Frage stellt sich auch unsere Redaktion schon länger - und hat nun einfach nachgefragt.

Warum ist das "T" nicht bei allen Spielen zu sehen?

Der Konzern macht die Werbeaktion auf der Gegentribüne nahe der Eckfahne nur bei Bundesliga-Heimspielen - allerdings nicht bei den allzu sommerlichen. Pressesprecher René Bresgen: "Den Beginn der Saison lassen wir oft aus und auch die Endphase, das hat auch etwas mit den Lichtverhältnissen zu tun. Wenn es zu sonnig ist, dann kann es schon sein, dass es ein bisschen abfällt." Das letzte Saisonspiel mit der Aktion war das gegen den Hamburger SV (9:2), beim Derby gegen den 1. FC Nürnberg am 13. April (4:0) war das "T" nicht zu sehen. Erst zur nächsten Spielzeit geht es weiter.

Wer bildet das "T"?

58 Personen sind nötig, um das komplette Logo zu erstellen. Diese werden von dem Konzern mit Poncho und Cap ausgestattet. Bresgen: "Das sind Auszubildende der Deutschen Telekom. Für die jungen Leute ist das ein Highlight. Durch die Aktion kommen sie auch mal in den Genuss, ein schönes Bundesliga-Spiel zu sehen." Und das mittels Freikarten übrigens. Dabei darf jeder Auszubildende in der Regel nur einmal dabei sein, danach sind andere dran.

Kann man sich bewerben?

Keine Chance, erklärt Bresgen. Außer man ist Azubi bei dem Unternehmen. "Wir bestücken das komplett intern", so der Sprecher. Schlechte Nachrichten also für alle "normalen" Anhänger, die bereit wären, im Gegenzug für eine Freikarte den Werbeträger zu spielen. Und dafür das doch etwas albern wirkende weiße Outfit tragen würden.

Und wenn mal einer pinkeln muss?

Dann leidet natürlich das Logo. Ein Toilettenverbot gibt es keines, erklärt Bresgen. Davon abgesehen gelte allerdings: "Die Leute müssen schauen, dass sie die Plätze während des Spiels nicht verlassen." Ansonsten gebe es keinen Vorgabenkatalog. Jubel, Bierkonsum, Stadionwurst - alles gestattet. Bresgen: "Alles im Rahmen ist erlaubt, es soll ja Spaß machen."

Armin Linder

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