Spanier vermisst Ex-Klub nicht

Thiago: "Ich schulde Barca nichts mehr"

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Thiago wechselte im vergangenen Sommer für 25 Millionen Euro zum FC Bayern.

München - Thiago Alcantara weint dem FC Barcelona offenbar keine Träne nach. Der neue Bayern-Star scheint froh zu sein, nicht mehr bei Barca auf der Bank sitzen zu müssen.

Thiago Alcantara war im vergangenen Sommer der absolute Wunschspieler von Trainer Pep Guardiola: Der neue Bayern-Coach wollte seinen ehemaligen Schützling vom FC Barcelona unbedingt nach München holen, und so geschah es dann auch. Thiago wechselte für 25 Millionen Euro nach München! Bei den Bayern hat der spanische Nationalspieler schnell seine enormen Qualitäten gezeigt, die Begeisterung der Fans über den Edeltechniker ist riesig.

Bei seinem Ex-Klub FC Barcelona stand Thiago dagegen immer im Schatten von Superstars wie Xavi oder Iniesta, der Durchbruch zum Spitzenspieler gelang ihm erst nach seinem Wechsel. Deshalb vermisst der 22-Jährige die Zeit in Barcelona auch nicht unbedingt. "Ich habe Barcelona verlassen, um glücklich zu sein und Fußball spielen zu können. In München habe ich das gefunden, was ich gesucht habe", sagte der gebürtige Italiener der Zeitung "El Pais". Der Abschied aus Barcelona sei freiwillig erfolgt, er sei nicht weggeschickt worden, beteuert er. "Es war meine Entscheidung, niemand hat mir die Pistole auf die Brust gesetzt. Ich hatte dort nicht das Vertrauen, das ich mir erwünscht hätte, deshalb habe ich mich entschieden, den Verein zu verlassen", sagt Thiago.

Sein Abschied aus Barcelona klingt wie eine Flucht, wenn er sagt: "Ich wäre zu jedem Verein gewechselt, nur um nicht mehr auf der Bank sitzen zu müssen." Den Katalanen, bei denen er lange Zeit in der Jugend spielte, sei er zwar "dankbar, ich schulde ihnen aber nichts mehr."

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Dafür erlebt er nun bei den Bayern täglich neue Erfahrungen, und genießt diese Momente offenbar sehr. "Ich erlerne ständig neue Lektionen. Lektionen des Fußballs und des Lebens. Der Fußball in Deutschland ist neu für mich und es gibt immer was Neues zu entdecken, das fasziniert mich."

Über seine Teamkollegen weiß Thiago nur das Beste zu berichten. "Ich bin hierher gekommen und habe eine Mannschaft voller Freundlichkeit und Bescheidenheit kennengerlernt. Die Leute wollten mir alle sofort helfen und mir alles zeigen. Es gibt hier keine Superstars." Hier zieht Alcantara Parallelen zum FC Barcelona: "So ist das bei großen Vereinen, es gibt dort noch bessere Menschen als Spieler. Zum Beispiel ist Xavi noch eine viel größere Persönlichkeit, als er das als Fußballer ist. Er ist mein Idol."

Bei den Bayern sei Philipp Lahm das Beispiel, dem man am besten folgen sollte: "Philipp ist ein Vorbild. Er ist taktisch noch privilegierter als andere, verfügt zudem über sehr viel Erfahrung. Er ist ein grandioser Fußballer." Für einen anderen Fußballer hegt Thiago auch große Bewunderung: Skandal-Nudel Mario Balotelli! "Er ist ein Verrückter! Im Fußball gibt es wenige Genies, aber er ist eines davon. Der Fußball braucht solche Spieler wie ihn. Für mich ist er ein absolutes Genie."

wi

Gregory Straub

Gregory Straub

E-Mail:gregory.straub@tz.de

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