FCB-Star über Ancelotti und die Medien

Müller: "Wir vertragen einen Tritt in den Hintern"

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Thomas Müller im Einsatz - und in der Liga noch ohne Tor.

München - Thomas Müller bleibt trotz seiner Ladehemmung und zweier Spiele ohne Sieg cool. Er setzt vor allem auf die Mentalität von Bayern-Trainer Carlo Ancelotti.

In der Liga wartet Thomas Müller noch auf sein erstes Saison-Tor. Seine Laune lässt sich der Bayern-Star, der aktuell wegen der WM-Qualifikation bei der Nationalmannschaft weilt, aber nicht vermiesen.

"Ich bin ein Typ, der sich über den Mannschaftserfolg definiert", sagte der 27-Jährige im Interview mit dem Kicker. "Mit unserem neuen Trainer haben wir beim FC Bayern die ersten acht Pflichtspiele gewonnen, zuletzt zweimal nicht, und schon ist wieder Feuer unterm Dach. Aber wir sind in der Bundesliga Tabellenführer, werden uns sicherlich auch für das Champions-League-Achtelfinale qualifizieren - und ich habe in dieser Saison schon in der Champions League gegen Rostow, im Supercup gegen Dortmund und in der Nationalmannschaft in Norwegen getroffen. Man braucht also jetzt nicht schwarzzumalen. Entscheidend wird sein, dass wir am Saisonende einen positiven Lauf haben, denn da werden die Titel entschieden."

Müllers Coolness, sie ist beeindruckend. Die bayerische Frohnatur lässt sich kaum aus der Lockerheit bringen, auch wenn das heutzutage gar nicht so einfach ist. "Wir leben im 21. Jahrhundert und erfahren - ob wir es wollen oder nicht - über die verschiedenen Medien, wer wie und wo über einen denkt", so Müller. "Grundsätzlich geht es wohl jedem so, dass alles, was man mitbekommt, einen irgendwo beeinflusst. Aber ich bezweifle, dass man in der Folge darauf auf dem Fußballplatz etwas anders macht. Wobei man das nicht ausschließen kann, weil vieles im Unterbewusstsein abläuft (lacht)."

Müller: "Ich sehe keine Gefahr, dass wir nachlassen"

Hilfreich ist da aber auch, einen Trainer zu haben, der die nötige Ruhe und Souveränität ausstrahlt. Und den haben die Bayern mit Carlo Ancelotti, dessen Art "in Krisenmomenten gut und positiv" sei, "weil Ancelotti keine Unruhe aufkommen lässt und die Mannschaft bestärkt. Aber wenn es einmal nötig sein sollte, vertragen wir als Mannschaft natürlich auch einen Tritt in den Hintern. Auf die richtige Mischung kommt es an. Ich sehe keine Gefahr, dass wir nachlassen; aber wir müssen aufmerksam bleiben."

Mit der Nationalmannschaft will Müller in den WM-Qualifikationsspielen gegen Tschechien am Samstag und am Dienstag gegen Nordirland (beide 20.45 Uhr/RTL) nach dem 3:0 zum Auftakt in Norwegen "weiter Ergebnisse liefern". Perspektivisch gehe es bis zur WM 2018 in Russland allerdings "vor allem darum, die jungen Spieler, die für 2018 infrage kommen, bestmöglich zu integrieren".

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