Kroos: Darum habe ich keinen Elfer geschossen

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Toni Kroos mit leerem Blick nach dem Elfmeterschießen gegen Chelsea.

München - Toni Kroos gehörte im Champions-League-Finale zu denjenigen Spielern, die beim Elfmeterschießen nicht antreten wollten. Jetzt erklärt der Mittelfeldspieler seine Beweggründe.

Anders als Kapitän Philipp Lahm, der beim Elfmeterschießen im Halbfinale gegen Real Madrid ebenso verschoss wie er selbst, entschloss sich Toni Kroos bei der Strafstoß-Lotterie im Champions-League-Finale gegen den FC Chelsea gegen einen erneuten Versuch vom Punkt.

Während das Verweigern seiner Kollegen Anatoli Timoschtschuk und Arjen Robben für wesentlich mehr Aufsehen sorgte, war Toni Kroos in den vergangenen Tagen weitaus weniger in den Fokus gerückt. Bei Timoschtschuk war es noch vor dem Elfmeterschießen zu dramatischen Szenen gekommen, als Thomas Müller den Ukrainer erst vehement und dann regelrecht wütend aufgefordert hatte, die Verantwortung zu übernehmen. Vergebens.

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Robben trat gar nicht erst an, nachdem er in der Verlängerung bereits vom Punkt gescheitert war und sich noch drei Tage später im Freundschaftsspiel gellenden Pfiffen zahlreicher Bayern-Fans ausgesetzt sah. Und Kroos?

Der erklärte jetzt im "kicker", warum er lieber nicht antrat. "Ich war mir sicher, dass wir die nötigen fünf Schützen locker zusammenbekommen würden. Ich dachte, dass wir auch ohne mich fünf Spieler finden, die unbelastet zum Punkt gehen und diesen Schuss ausführen. Und es ist natürlich immer gut, wenn einer antritt, der unbelasteter ist, als wenn man selbst einmal und gerade erst kurz zuvor verschossen hat. Im Halbfinale bei Real Madrid vor knapp vier Wochen hatte Iker Casillas meinen Ball gehalten. Und im Endeffekt hätten die Spieler von uns, die gegen den FC Chelsea gescheitert sind, wohl sowieso geschossen - trotz meiner Anwesenheit."

Das gilt mit ziemlicher Sicherheit für Bastian Schweinsteiger. Doch ob auch der erst in der Verlängerung eingewechselte Ivica Olic auch unter den Schützen gewesen wäre ...?

wi

Gregory Straub

Gregory Straub

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