Dennoch volle Konzentration

Kroos: "Natürlich werden wir Meister"

Toni Kroos
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Toni Kroos.

München - Die fast schon beängstigende Dominanz von Bayern München hat nun auch Schalke 04 zu spüren bekommen. Der Triple-Sieger hat beim 5:1 seine Rekordjagd fortgesetzt.

Gegner hat der FC Bayern in der Liga schon lange nicht mehr, für die Münchner geht es auf dem Weg zum 24. Titel nur noch um eins - Rekorde, Rekorde, Rekorde. Nach einer erneut beeindruckenden Demonstration beim 5:1 (4:0) gegen ein bemitleidenswertes Schalke 04 kann das Team von Trainer Pep Guardiola in den kommenden Wochen noch neun Bestmarken aufstellen. Dass der Triple-Sieger erneut Meister wird, ist schon lange keine Frage mehr.

„Natürlich werden wir Meister. Aber trotzdem wollen wir jedes Spiel ernsthaft angehen, damit wir mit Blick auf die Champions League nicht in irgendeinen Trott verfallen. Es ist nämlich schwer, dann den Schalter wieder umzulegen“, sagte Nationalspieler Toni Kroos. Schon längst dient die Liga für den Klubweltmeister nur noch als Vorbereitung auf das ganz große Ziel: die Titelverteidigung in der Königsklasse.

Robben begeistert von erster Halbzeit

Umso bemerkenswerter, mit welcher Vehemenz und Dominanz die Bayern ihre Liga-Spiele seit Monaten bewältigen. Auch „Pizza und Burger“, wie Trainer Pep Guardiola den Alltag zuletzt umschrieben hatte, scheint den Bayern zu munden. „Das war eine der besten Halbzeiten, die ich erlebt habe, seit ich bei Bayern bin. Das war so ein hohes Tempo, es war so viel Aggressivität drin. Wir haben sie überlaufen“, schwärmte Arjen Robben, der drei Tore (15., 28. und 77., Foulelfmeter) zur Demütigung der Königsblauen beitrug.

David Alaba (3.) und Torjäger Mario Mandzukic (24.) machten die „Horror-Woche“ und einen „Scheiß-Tag“ (Kevin-Prince Boateng) für Schalke perfekt. „Hochgradig peinlich“ sei der Auftritt gewesen, kritisierte S04-Kapitän Benedikt Höwedes. Während die Schalker nach der zweiten Demontage innerhalb von vier Tagen nach dem 1:6 gegen Real Madrid entsprechend fassungslos die Heimreise antraten und Manager Horst Heldt schon Konsequenzen für den Sommer andeutete, ergötzten sich die Bayern einmal mehr an ihren Leistungen.

Lahm: Liga nicht langweilig

Dass die Liga schon längst langweilig ist, interessiert die Münchner dabei überhaupt nicht. „Ich finde das nicht. Es macht Spaß. Wenn wir gewinnen, ist alles gut“, sagte Kapitän Philipp Lahm, der sich die Darbietung seiner Kollegen diesmal in aller Ruhe von der Bank aus anschauen konnte. Allein dies unterstreicht die Überlegenheit der Bayern. Obwohl Franck Ribery, Thomas Müller und Xherdan Shaqiri verletzt ausfielen, konnte sich Guardiola den Luxus erlauben, auch noch Lahm und Jerome Boateng zu schonen.

20 Punkte beträgt der Vorsprung inzwischen auf den Zweiten Dortmund, 22 auf Leverkusen. Von Verfolgern kann da längst nicht mehr die Rede sein. Im besten Fall könnten die Bayern nun schon am 26. Spieltag (22. März in Mainz) die Meisterschaft sichern. Dass dies eine neue Bestmarke wäre, ist selbstverständlich. Andere Rekorde sind bereits gefallen oder eingestellt: 15 Siege in Serie, seit 48 Spielen ungeschlagen, zum 15. Mal in Folge zwei Treffer erzielt, 65 Punkte nach 23 Spielen.

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Vor dieser Übermacht haben sich die Konkurrenten längst ergeben. Zumal Torwart Manuel Neuer, der beim Gegentreffer nur vom eigenen Kollegen Rafinha (64.) überwunden wurde, am Samstagabend davon sprach, „dass wir uns noch weiter verbessern wollen“. Keine guten Aussichten für Dortmund und Co.

SID

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