Real-Spekulation um Bayern-Star

Kroos-Wirrwarr: "Wurden schon alle Teams genannt"

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Toni Kroos: Wie lange trägt er noch das Bayern-Jersey?

Porto Alegre - Nationalspieler Toni Kroos steht angeblich vor einem Wechsel zum Champions-League-Sieger Real Madrid. Den Noch-Münchner nerven die ständigen Spekulationen.

Toni Kroos lächelte nur müde, als die unvermeidliche Frage nach seinem angeblichen Wechsel zu Real Madrid kam. „Ich kann nicht zu allem was sagen, was in den Medien steht. Es wurden ja schon alle Teams genannt“, erwiderte der 24-Jährige nach dem Achtelfinale der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Porto Alegre (2:1 n.V.) gegen Algerien leicht genervt. Aus der Ruhe bringen den Münchner die ständigen Spekulationen aber nicht. Darauf könne er sich ja schon „seit einem halben Jahr einstellen“.

Erst war es Manchester United, dann der FC Barcelona, jetzt ist es Real. „Kroos a punto“, hatte die spanische Sportzeitung Marca, das Hausblatt der „Königlichen“, am Montag berichtet - mit Toni Kroos, soll das heißen, ist alles klar. Fünf Millionen pro Jahr netto, Fünfjahresvertrag. Dazu eine Ablösesumme an den FC Bayern, wo der deutsche Nationalspieler noch einen Vertrag bis 2015 hat, in Höhe von 25 bis 30 Millionen Euro. Beim Duell gegen Algerien war Kroos die Summe nicht wert, nachdem er vor allem zum WM-Auftakt gegen Portugal (4:0) in zentraler Rolle noch geglänzt hatte.

Begehrlichkeiten weckt Kroos allemal. Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass auch der FC Barcelona an dem hoch begabten, oft aber etwas pomadig wirkenden Bayern-Profi interessiert sein soll. Sein Berater Volker Struth hatte das weder bestätigt noch dementiert: „Kein Kommentar“, sagte er dem kicker.

Seit Monaten gleichen die Verhandlungen um die Zukunft von Kroos einer Hängepartie. Der FC Bayern hat gerade die Verträge mit Philipp Lahm (bis 2018) und Thomas Müller (bis 2019) vorzeitig verlängert, der harte Kern der Leistungsträger ist bis 2017 gebunden. In der Causa Kroos bewegte sich zuletzt eher wenig bis nichts. Kroos und der FC Bayern, so wirkt es, hätten längst zusammenfinden können, wenn sie denn wollten.

„Es gibt nichts Neues, es hat sich nichts verändert“, sagte Kroos im Verlauf der WM-Vorrunde im deutschen Quartier in Santo Andre. Vor der Abreise nach Brasilien hatte er noch betont, er gehe davon aus, mindestens noch ein Jahr beim FC Bayern zu spielen. Es sei „bisher immer ganz klar und deutlich formuliert worden, dass ein vorzeitiger Wechsel überhaupt kein Thema ist“.

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Kroos, das wurde in Brasilien erneut deutlich, fühlt nach wie vor nicht die Wertschätzung, die ihm seiner Meinung nach längst zusteht. Dabei hat er prominente Fürsprecher: Dazu zählen neben Pep Guardiola beim FC Bayern mittlerweile auch Bundestrainer Joachim Löw und dessen Assistent Hansi Flick. „Er hat eine hervorragende Entwicklung genommen“, lobte Flick erst kürzlich.

Dass er dennoch in der öffentlichen Meinung oft schlechter wegkommt als manche Kollegen, interessiere ihn „im Großen und Ganzen nicht“, behauptet Kroos. Wichtig sei vielmehr, „was der Trainer und mein engstes Umfeld über mich denken. Der Trainer muss mich für unverzichtbar halten.“ Es ist dennoch ein Thema, das Kroos verfolgt. Darum geht es auch in den Verhandlungen mit dem FC Bayern über eine Verlängerung seines Vertrages.

Kroos will seine Leistungen auch finanziell gewürdigt wissen und in eine Liga mit Lahm, Schweinsteiger, Arjen Robben, Franck Ribery oder Müller aufsteigen. Der Rekordmeister ist bisher aber nicht bereit, die Forderungen zu erfüllen. Real Madrid womöglich schon.

SID

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