Achtelfinale der Champions League

Top-Facts zu Juve - Bayern: Personal, Taktik und ein Jubiläum

Khedira und Mandzukic stehen am Dienstagabenbd gegen Bayern offenbar in der Startelf.
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Khedira (l.) und Mandzukic (r.) stehen am Dienstagabend gegen Bayern offenbar in der Startelf.

München - Am Dienstagabend bekommt die Alte Dame Besuch aus München. Hier gibt's die Top-Facts zum Achtelfinal-Kracher der Champions League zwischen Juventus Turin und dem FC Bayern.

Auf dieses Gigantentreffen in der Champions League warten die Fußballfans in ganz Europa. Das Kräftemessen zwischen Juventus Turin und dem FC Bayern sei „vielleicht das interessanteste, das das Achtelfinale zu bieten hat“, sagte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge vor dem Hinspiel am Abend im Juventus Stadium.

Die Münchner Spieler können den Anpfiff (20.45 Uhr/Sky) kaum erwarten. „Uns geht es wie jedem Fan, die Vorfreude ist groß“, sagte Kapitän Philipp Lahm nach der Ankunft der Bayern in Italien.

AUSGANGSLAGE: Einen klaren Favoriten gibt es nicht. Juve stand im vergangenen Jahr im Finale, hat nach einem schwachen Saisonstart einen super Lauf in der Meisterschaft hingelegt. Torwart-Legende Gianluigi Buffon ist seit 836 Minuten ohne Gegentor - aber das wollen Robert Lewandowski, Thomas Müller und Co. ändern. „Wir werden bereit sein, ein großartiges Spiel zu machen“, kündigte Juve-Coach Massimiliano Allegri an. Bayern hat das Handicap, ohne die verletzten Innenverteidiger Jérôme Boateng, Javi Martínez und Holger Badstuber auskommen zu müssen. „Wir können nix ändern. Der Trainer muss sehen, dass er die beste Formation findet“, sagte Lahm. Die Ansprüche bleiben hoch. „Wir haben in den letzten vier Jahren jeweils zumindest das Halbfinale erreicht. Deshalb haben wir große Ziele“, sagte Rummenigge.

ABWEHR: Pep Guardiola hat vorab nicht verraten, wie er das Zentrum besetzt. Erwartet wird, dass er Joshua Kimmich und David Alaba die schwierige Aufgabe gegen Juves Topstürmer Paulo Dybala, Mario Mandzukic oder Alvaro Morata anvertraut. Ein Kaltstart von Medhi Benatia nach zwei Monaten Verletzungspause erscheint zu gewagt. Leihspieler Serdar Tasci fehlt Wettkampfpraxis. „Wir haben Probleme. Und wir müssen eine Lösung finden“, sagte Guardiola. Wichtig werde sein, wegen der Unterlegenheit bei Kopfballduellen Freistöße und Eckbälle zu vermeiden. „Juventus ist die beste Mannschaft in Europa bei Standards“, begründete der Bayern-Coach.

Sami Khedira und Mario Mandzukic sind fit

WIEDERSEHEN: Einer bei Juve wird besonders heiß sein: Mario Mandzukic. Der kroatische Angreifer, der 2013 mit den Bayern die Champions League gewinnen konnte, möchte es seinem Ex-Trainer Pep Guardiola zeigen. „Er wird natürlich alles versuchen, um das Spiel mit Juve zu gewinnen“, sagte Arjen Robben. „Wir freuen uns auf ihn. Er war 2013 beim Triple ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft.“ Mandzukic ist rechtzeitig von einer Wadenverletzung genesen. Auch Weltmeister Sami Khedira steht Juve wieder fit zur Verfügung. „Beide sind in einer guten Verfassung. Sie haben trainiert und werden daher auch mit von der Partie sein“, kündigte Allegri an. "Sie werden beide von Beginn an spielen."

MARSCHROUTE: Die letzten zwei Gastspiele in Turin endeten für die Bayern mit Siegen. 2009 gab es in der Gruppenphase ein 4:1. Vor drei Jahren siegten die Münchner im neuen Juventus-Stadion mit 2:0 und zogen ins Halbfinale ein. Diesmal geht es vor allem darum, sich eine gute Ausgangsposition für das entscheidende Rückspiel am 16. März zu verschaffen. „Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Aber man muss immer im Hinterkopf haben, dass wir noch mindestens 90 Minuten in München haben“, sagte Lahm. Er erinnerte warnend an den Fehler aus dem letztjährigen Halbfinal-Hinspiel, als man in Barcelona nach dem 0:1 „den Kopf verloren“ habe, wild auf den Ausgleich drängte und durch zwei weitere späte Gegentore am Ende mit 0:3 unterging.

JUBILÄUM: Lahm bestreitet sein 100. Spiel in der Königsklasse. Nur ein deutscher Spieler hat mehr: Oliver Kahn (103). Lahm hat sich noch mal Bilder angeschaut von seinem Debüt als 19-Jähriger im November 2002 beim 3:3 gegen den RC Lens. „Da habe ich ausgeschaut wie ein kleiner Junge“, scherzte der heute 32-Jährige. Was Lahm noch fehlt, ist ein Tor. Hundert Spiele, null Tore - das wäre ein Rekord unter allen Feldspielern in der Geschichte der Champions League.

dpa

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