tz-Experten-Kolumne

Calli sicher: Reschke bleibt den Bayern treu

Reiner Calmund
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Reiner Calmund.

München - Reiner Calmund analysiert in der tz-Experten-Kolumne die Situation zwischen Manchester City und dem FC Bayern. Er weiß aus sicherer Quelle, dass der Rekordmeister keine Angst davor haben muss, dass Kaderplaner Reschke den Verein verlassen könnte.

Der Begriff „feine englische Art“ ist sprichwörtlich. Wenn man sich früher danebenbenahm, dann hieß es: „Das ist aber nicht die feine englische Art.“ Diese Floskel wird heute noch oft benutzt. Zurzeit in München. Manchester City ist ins Visier der Bayern geraten und Karl-Heinz Rummenigge fand deutliche Worte zu den provokanten Sätzen des City-Sportdirektors Txiki Begiristain. Dessen Aussage, sich bei der Suche nach neuen Spielern auch in München umzuschauen, fand ich äußerst unglücklich. Erstens haben die Bayern alle wichtigen Spieler langfristig unter Vertrag, und David Alabas Verlängerung zeigte, dass City noch keine Top-Adresse ist.

Pep Guardiola (l.) geht zu ManCity, Michael Reschke (r.) wird ihm nicht folgen.

Deshalb holten die Engländer ja Pep Guardiola. Aber genau den bringt Begiristain jetzt in Bedrängnis durch seine Sprüche. Welche Auswirkungen dies haben kann, zeigt das Beispiel Michael Reschke. Auch der galt als Kandidat für City. Der Grund für die Spekulationen ist in ­Reschkes enger Vertrautheit zu Guardiola zu suchen. Mir gegenüber sagte mein ehemaliger Assistent in Leverkusen, er genieße jeden Tag der Zusammenarbeit mit Guardiola. Trotz seiner fast 40 Jahre im Geschäft lerne er bei dem Katalanen immer noch dazu. Aber er sagte mir genauso: „Ich habe mit Pep sportlich und privat ein sehr gutes Verhältnis. Pep hat mich nie gefragt, ob ich mit ihm nach England gehe, das war auch klar, er ist charakterlich absolut einwandfrei. Beim FC Bayern als Technischer Direktor zu arbeiten, gemeinsam mit Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Matthias Sammer, macht mich stolz! Ich habe eine extrem hohe Arbeitszufriedenheit und würde Bayern nie verlassen.“

Dass Guardiola sich mit dem einen oder anderen Thema in Manchester befasst, halte ich nicht für störend. Er würde dies nicht machen, wenn die Bayern in der Champions League auf seinen zukünftigen Klub treffen würden. So aber kann er Dinge vorbereiten, ohne dass seine Arbeit in München leidet.

Reiner Calmund

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