FC Bayern besiegt Borussia Dortmund

tz-Kommentar: Schale färbt sich schon im Herbst rot

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Hält Pep Guardiola auch am Ende dieser Saison wieder die Meisterschale in seinen Händen? Vieles spricht dafür...

München - Die Meisterschale färbt sich schon im Herbst rot. Was das bedeutetet, lesen Sie im tz-Kommentar von José Carlos Menzel Lopez zum FC Bayern.

Es ist ja kein Geheimnis: So mancher neutrale Fußballfan in Deutschland hatte gestern Abend den schwarzgelben Schal aus dem Kleiderschrank gekramt und pünktlich um 17:30 Uhr umgehängt. Ganz einfach im Sinne der Bundesliga, im Sinne der Spannung und gegen eine weitere Spielzeit voller Langeweile an der Spitze. Tja, was soll man nun sagen: War wohl nix! Nicht mal die Borussia, vor gar nicht allzu langer Zeit die einzige Mannschaft, die dem roten Imperium ein Bein stellen konnte, kann den FCB noch ärgern. Nichts für ungut, sie haben es ja versucht. Gutes Pressing, stark gefahrene Konter und eine bisweilen gute Organisation haben es den Münchner nicht einfach gemacht, aber: Gegen diese Bayern ist im Moment kein Kraut gewachsen.

Ob das nun eine gute Erkenntnis ist? Aus dem Blickwinkel des FCB betrachtet, natürlich. Für den Rest ist es aber ein Schlag ins Gesicht. Für Sky, das sich ab sofort wieder um den Abstiegskampf kümmern darf, für die Mannschaften, die einmal mehr vom großen FCB vorgeführt wurden und für die Fans, die ihren Schal wieder im Kleiderschrank verstauen können. Acht Siege aus acht Spielen, dazu noch zwei von zwei in der Champions League und sieben Punkte Vorsprung auf die Borussia in der Tabelle. Anfang Oktober…

Nun würde so manch einer (Pep Guardiola eingeschlossen) eine Vorentscheidung bestreiten, Fakt ist aber: Da oben tut sich nichts mehr. Klar, „wir sind erst im Oktober“ (Guardiola), aber mit diesem Kader, in dieser Form und mit diesen Verletzten in der Hinterhand würde es an ein Wunder grenzen, sollten die Münchner diesen Vorsprung tatsächlich noch verspielen. Aber: Wenn sich die Meisterschale bereits im Herbst rot färbt, dann ist das einzig und allein der Verdienst der Bayern und das Scheitern der Konkurrenz. Die Bundesliga wird oft auf ein Level mit der Primera Division und der Premier League gestellt, letztlich steht aber nur der FCB auf dieser obersten Stufe des europäischen Geschäfts. Denn während in Spanien bis zu drei Mannschaften bis ins Halbfinale der Champions League gelangt sind und in England in den vergangenen drei Jahren drei verschiedene Mannschaften Meister wurden, herrscht hierzulande seit vier Jahren ein roter Monolog. Und Besserung ist nicht in Sicht.

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