Zurück im Knast

Bericht: Uli Hoeneß wird wieder bedroht

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Uli Hoeneß, früherer Präsident des FC Bayern wurde laut "Bild" abrupt aus der Klinik in den Knast geholt.

München - Noch unter Narkose: Laut einem Bericht hat das Justizministerium Uli Hoeneß vorzeitig aus der "Schön Klinik" am Starnberger See in die JVA Landsberg holen lassen.

Wie die "Bild"-Zeitung (Freitagausgabe) berichtet, soll der frühere Präsident des FC Bayern Uli Hoeneß noch von der Narkose benommen gewesen sein, als die Justizbeamten ihn zur Rückkehr in die JVA Landsberg aufgefordert haben. Sein eigentlich bis Sonntag geplanter Aufenthalt nach einem Routine-Eingriff am Herzen wurde abrupt abgebrochen. Nach "Bild"-Informationen hat das bayerische Justizministerium den vorzeitigen Rücktransport von Uli Hoeneß angeordnet - und zwar nur eine Stunde, nachdem dieser aus der Narkose erwacht war. Warum das Ministerium sich zu diesem unerwarteten Schritt entschlossen hat, bleibt unklar. "Wir kommentieren den Fall Hoeneß grundsätzlich nicht“, erklärt eine Sprecherin des Ministeriums Nachfrage der Boulevardzeitung.

Möglicherweise versucht das Justizministerium den Eindruck zu verhindern, dass das Ministerium dem ehemaligen Bayern-Präsident die Haftbedingungen erleichtert und somit Extra-Würste ermöglicht. Allerdings wird Hoeneß in Landsberg erneut auf der Krankenstation untergebracht. Das ist allerdings gut begründet, so die Bild, da es mehrere ernstzunehmende Bedrohungen gegen ihn gegeben haben soll. Schon vor Haftantritt erpresste ein Mann den 62-Jährigen. Auf der Krankenstation gebe es jedoch keine Vorzugsbehandlung. Er muss das Gleiche essen, wie die anderen Häftlinge auch und soll bereits zehn Kilo abgenommen haben.

Wie das Blatt zuvor berichtet hatte, wurde Hoeneß am Montag in die Spezialklinik nach Berg am Starnberger See verlegt. Dort sollte der 62-Jährige am Dienstag von Dr. Jürgen Pache untersucht werden. Der Mediziner ist Chefarzt der Kardiologie, der Fachabteilung für Erkrankungen am Herzen. Laut Medienberichten soll es sich um einen eher harmlosen Routine-Eingriff gehandelt haben. Die Behandlung von Hoeneß war wohl schon seit Längerem geplant.

Uli Hoeneß seit Anfang Juni im Gefängnis

Hoeneß, der ehemalige Präsident des FC Bayern München, sitzt seit Anfang Juni wegen Steuerhinterziehung hinter Gittern. Das Münchner Landgericht hatte ihn am 13. März zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Fußball-Manager und Unternehmer hatte dem Fiskus über 28 Millionen Euro Steuern vorenthalten.

fro

Franz Rohleder

Franz Rohleder

E-Mail:franz.rohleder@merkur.de

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