Auftritt in der FCB-Erlebniswelt

Hoeneß findet klare Worte im Fall Hummels

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Der ehemalige Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat in der Causa Hummels eine klare Meinung.

München - Bei der Eröffnung einer Sonderausstellung gab sich am Freitag der ehemalige Bayern-Präsident Uli Hoeneß die Ehre und repräsentiert den Rekordmeister in der Öffentlichkeit.

In den vergangenen Wochen sah man Uli Hoeneß immer mal wieder bei öffentlichen Auftritten. So saß der ehemalige Bayern-Präsident beim Hinspiel in der Champions League gegen Atlético Madrid auf der Tribüne und musste bei der bitteren 0:1-Niederlage mitleiden. Doch im Umfeld des FC Bayern betonte man stets, Hoeneß reise lediglich als Privatperson zu solchen Anlässen.

Bei der Eröffnung einer Sonderausstellung in der Erlebniswelt des Rekordmeisters gab sich Hoeneß nun erneut die Ehre, dieses Mal jedoch als offizieller Repräsentant des FC Bayern. In einer Pressemitteilung erklärten die Münchner, dass Hoeneß bei dem Event anstelle von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge anwesend sein werde. Ihm zur Seite stehen der aktuelle Bayern-Präsident Karl Hopfner und der ehemalige Spieler Hasan "Brazzo" Salihamidžić.

Hoeneß: "Es ist Mats Wunsch, nach München zu kommen"

Das Event nutze Uli Hoeneß, um sich für eine Verpflichtung des wechselwilligen Weltmeisters Mats Hummels von Borussia Dortmund auszusprechen. "Ich meine: Wenn einer an die Tür klopft, dann wird der FC Bayern schlecht beraten sein, die Tür nicht aufzumachen", meinte der frühere FCB-Präsident.

Es sei naheliegend, dass man sich an den besten Vereinen orientieren müsse. "Und offensichtlich ist es im Fall von Mats so, dass es im Moment zumindest sein Wunsch ist, nach München zu kommen", sagte der 64-Jährige.

Der BVB hatte am Donnerstag seine Aktionäre per Ad-hoc-Meldung über die Wechselabsichten seines Kapitäns zum Rekordmeister informiert. Bislang habe der FC Bayern allerdings "noch überhaupt kein Angebot abgegeben". Der 27-jährige Hummels hat keine Ausstiegsklausel in seinem bis 2017 laufenden Vertrag stehen.

Hoeneß stellte zudem klar, dass es nicht zur Debatte stehe, ob er die Rolle des erkrankten Matthias Sammer übernehme. Wann und ob er beim FC Bayern offiziell zurückkommt, wolle er erst im Juli oder August bekannt geben. Hoeneß äußerte sich ebenfalls zum Vorwurf der Bayern-Dominanz in der deutschen Bundesliga. Es liege nicht am FC Bayern, dass die Liga langweilig wird. Die Frage müssten sich die anderen Team stellen. Hoeneß empfindet es als despektierlich, wie die Leistung der Bayern in der Liga klein geredet wird.

Nach Niederlage gegen Atlético  - Hoeneß glaubt an Finaleinzug

Angesprochen auf die Hinspiel-Niederlage gegen Atlético Madrid, glaubt Uli Hoeneß weiter fest an einen Einzug des FC Bayern München ins Champions-League-Finale. „Ich bin überzeugt, dass wir ein sehr schweres Spiel haben werden“, sagte der 64-Jährige zwei Tage nach dem 0:1 in Madrid mit dem Blick auf das entscheidende Halbfinal-Rückspiel gegen Atlético in München. „Und ich bin auch überzeugt, dass wir das Endspiel in Mailand erreichen, weil ich glaube, dass die Mannschaft und der Trainer alles tun werden, um uns diesen Traum zu erfüllen“, sagte Hoeneß am Freitag anlässlich einer Ausstellungseröffnung im vereinseigenen Stadion. „Ich hatte in Madrid nicht den Eindruck gehabt, als wäre das eine Utopie.“

Hoeneß würde es auch besonders Trainer Pep Guardiola wünschen, nach der deutschen Meisterschaft die Chance zu erhalten, noch zwei weitere Titel gewinnen zu können. „Sein Traum war es, hier das Triple zu gewinnen. Dafür muss er am Dienstag gewinnen, sonst kann er es nicht schaffen“, sagte Hoeneß. Das DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund am 21. Mai in Berlin haben die Bayern bereits erreicht.

tz mit SID/dpa

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