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Allianz Arena: Das kann der neue "Hybrid-Rasen"

München - Der Rasen der Allianz Arena ist nun ein echtes High-Tech-Produkt. Das Hybrid-System soll den Ball noch besser laufen lassen. Ein tz-Redakteur vollendete das Spielfeld.

Die Allianz Arena erstrahlt in neuem Glanz. Während der Sommerpause wurde kräftig in Fröttmaning gearbeitet. Neben neu eingebauten Sitzplätzen im Oberrang und einer rundum umgebauten Südkurve, wurde auch eine neue Spielfläche im Stadion installiert.

Dabei handelt es sich um einen sogenannten "Hybrid-Rasen", wie Arena-Geschäftsführer Jürgen Muth beim Ortstermin gegenüber unserer Onlineredaktion erklärte. "Wir haben weiterhin 100 Prozent Naturrasen, aber dieser wird verstärkt mit einem Kunststoff, der im Zwei-Zentimeter-Abstand mit einer überdimensionalen Nähmaschine in diesen Rasen implantiert wurde", so Muth.

Deutlich zu erkennen: Der Unterschied zwischen dem neuen Hybrid-Rasen (l.) und der Kunstrasen am Rand.

Der Wechsel vom alten Rollrasen- auf das neue Hybrid-System war eine langwierige Angelegenheit, vor allem, weil der alte Untergrund komplett ausgebaut werden musste. "Insgesamt haben wir für die Maßnahmen etwa fünf Wochen Bauzeit benötigt", rechnet Muth nach. Zusätzlich kamen noch einmal weitere fünf Wochen dazu, in denen das Geläuf in Ruhe fester und dichter anwachsen konnte. Somit wurde in zehn der zwölf Umbau-Wochen am Rasen gewerkt.

Die großen Anstrengungen haben sich gelohnt. "Ich bin jetzt froh, dass wir rechtzeitig zum Saisonauftakt am Wochenende einen Top-Rasen dem Verein präsentieren können", zeigt sich Muth erfreut. Das neue Grün bietet mehrere Vorteile:

  • Ebenerdigkeit: Weniger Unebenheiten sollen den Ball noch besser laufen lassen.
  • Hohe Scherfestigkeit: Der Rasen ist widerstandsfähiger. Fliegende Grasfetzen soll es künftig nicht mehr geben.
  • Bessere Drainage: Regenwasser kann deutlich effizienter ablaufen.

Auf dem gleichen Untergrund feierte der FC Bayern übrigens 2013 in London seinen Triumph in der Champions League - ein gutes Omen?

Exklusive Einblicke: Die Allianz Arena nach dem Umbau

Exklusive Einblicke: Die Allianz Arena nach dem Umbau

Ein Selfie von Frederik Klapp und seinem Meisterwerk.

Am Mittwoch vor der Teampräsentation und dem ersten 1860-Heimspiel wurden erstmals die Linien für das neue 68 m x 105 m große Spielfeld gezogen - und Frederik Klapp, unser Kollege aus der Video-Redaktion, half kräftig mit. Bei der Vollendung der Spielfeldbegrenzung durfte er selbst Hand anlegen. Er zeichnete die ersten zehn Meter von der Gegentribüne entlang der Südkurve in Richtung Haupttribüne auf das neue Geläuf - auf das von dieser Ecke viele Tore für die Münchner fallen! Für die komplette Spielfeldmarkierung benötigt Platzwart Alexander Höferlin, der mit Klapps Leistung sehr zufrieden war,übrigens etwa eineinhalb bis zwei Stunden.

Auffällig ist, dass die Kunstrasenfläche rund um das Spielfeld herum, vergrößert wurde, der neue Rasen somit enger eingefasst ist. Die Linien verlaufen haarscharf an dieser Kante entlang. Lediglich an den Standpunkten der Tore wurde der neue Rasen etwas weiter in Richtung Tribüne verlegt.

Das neue Geläuf soll, im Gegensatz zum alten Rollrasen-System, eine sehr lange Haltbarkeit besitzen. "Wir gehen fest davon aus, dass wir mit diesem System mindestens zehn Jahre in Betrieb bleiben werden", zeigt sich Muth optimistisch. "Wobei wir jedes Mal in der Sommerpause diesen Rasen regenerieren werden, das heißt man wird Altgras herausnehmen und neu säen und wird dann neues Naturgras bekommen."

Die Manege ist bereitet für eine erfolgreiche Saison aus Sicht der Münchner Fußball-Fans. Am Rasen werden etwaige Ausrutscher aber wohl nicht liegen...

Florian Weiß

Rubriklistenbild: © Scarlett Richter

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