Vier Jahre, fürstliches Gehalt

Unterschriftsreif: Hummels soll Vertrag von Bayern vorliegen

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Bald Teamkollegen? Mats Hummels (l.) mit Javi Martinez.

München - In die ohnehin schon hitzigen Gerüchte um einen Wechsel von Mats Hummels zum FC Bayern kommt neue Bewegung: Der Verteidiger von Borussia Dortmund soll einen unterschriftsreifen Vertrag vorliegen haben.

Das Buhlen des FC Bayern um Mats Hummels (27) von Borussia Dortmund - es geht jetzt offenbar in die ganz heiße Phase. Er soll einem Bericht der Bild zufolge einen unterschriftsreifen Vier-Jahres-Vertrag der Münchner vorliegen haben. Ihm winkt demnach ein fürstliches Gehalt von rund zehn Millionen Euro pro Saison. Plus Prämien.

Die mögliche Ablösesumme wird in dem Bericht auf 30 Millionen Euro beziffert. Hummels steht bei Borussia Dortmund noch bis 2017 unter Vertrag. Die Zeichen stehen allerdings eher auf Abschied als auf eine Verlängerung.

Die Gerüchte nahmen jede Menge Fahrt auf, als Mats Hummels nach dem DFB-Pokal-Spiel bei Hertha BSC am Mittwoch vielsagende Äußerungen von sich gab. "Ich habe mir ein Datum gesetzt. Das behalte ich aber für mich, weil ich befürchte, dass es nicht leicht wird, es einhalten zu können", erklärte er am Mittwoch. "Es ist eine sehr schwierige Entscheidung. Wenn ich sie irgendwann getroffen habe, dann werden alle verstehen, warum es so schwierig für mich ist. Das kostet mich seit einigen Wochen jede Nacht bestimmt eine halbe Stunde vor dem Einschlafen, weil mir das ganze Thema sehr nah geht. Ich kann es auch nicht ändern. Ich muss einfach schauen, was ich am Ende machen möchte."

Mats Hummels spielte schon in der Jugend des FC Bayern München

Möchte er denn zum FC Bayern? Hummels kickte mehr als ein Jahrzehnt in der Jugend des Rekordmeisters. Der machte dann den fatalen Fehler, Hummels 2009 für etwas mehr als vier Millionen Euro (zuvor war er schon zum BVB verliehen) ziehen zu lassen.

Hermann Hummels, Vater und Berater des Dortmunder Weltmeisters, äußerte sich unter der Woche mehrfach zur Zukunft seines Sohnes. "Wenn er Dortmund doch verlassen sollte, dann geht er nur zu einem der fünf, sechs Top-Vereine. Und zu diesen Klubs zählt selbstverständlich auch der FC Bayern", erklärte er der Sport Bild. Und relativierte wenig später seine Äußerungen wieder. Am Freitag drückte Hermann Hummels dann auf die Bremse: "Ich sage jetzt gar nichts mehr dazu. Die Situation ist schwierig, und das habe ich nur versucht auszudrücken."

Auch über einen möglichen Tausch-Deal mit Mario Götze, den es zurück zum BVB ziehen könnte, wird spekuliert.

In Dortmund demonstriert man Gelassenheit. "Borussia Dortmund ist kein Thema von Einzelschicksalen", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am Samstag. "Egal, wie sich irgendwo irgendein Spieler entscheidet: Wir haben seit fünf Jahren gezeigt, dass wir immer wieder alle Spieler ersetzen können."

Über eine Ausstiegsklausel bei Hummels ist nichts bekannt - wenn es keine gibt, könnte Dortmund auf die Einhaltung des Vertrags pochen und ihn dann 2017 ablösefrei verlieren. Oder aber der BVB kommt dem möglichen Wunsch des Spielers nach.

Was in Hummels wohl vorgeht? Seine Äußerungen von 2011 könnten hier die Antwort geben. "Bei einem Sportler ist es grundsätzlich so, dass er etwas, was er einmal nicht geschafft hat, noch einmal versuchen möchte", erklärte er damals der Sport Bild. Wenn sich Bayern derart um ihn bemüht, ist es also gut möglich, dass er schwach wird ...

lin

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