Bayerns U17-Coach strotzt vor Zuversicht

Walter: "Wir werden in Stuttgart gewinnen"

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Tim Walter (Mitte) ist davon überzeugt, dass seine Mannschaft in der kommenden Woche in Stuttgart gewinnt.

FC Bayern München (B-Junioren) - Die U17 des FCB muss am Sonntag nach Stuttgart. Bayern-Coach Tim Walter moniert nach Remis daheim: "Einige haben sich heute über das Team gestellt."

Erwartungsgemäß kommt es in der B-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest am letzten Spieltag zum großen Finale. Tabellenführer VfB Stuttgart empfängt am kommenden Sonntag den punktgleichen Verfolger FC Bayern, der allerdings das um zwei Treffer schlechtere Torverhältnis aufweist und deshalb einen Sieg benötigt, um in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft einzuziehen.

Am Wochenende waren beide Meisterschaftsaspiranten in ihren Partien nicht über 2:2-Unentschieden hinausgekommen, die Ausgangslage blieb dadurch unverändert. „Jetzt müssen wir halt in Stuttgart gewinnen“, bilanzierte Bayern-Coach Tim Walter nach Abpfiff des Heimspiels am Samstag gegen die Frankfurter Eintracht. „Und wir werden dort gewinnen“, strotzte er trotz der spürbaren Enttäuschung über die Punkteteilung gegen die Hessen vor Zuversicht.

Erst seit Beginn dieser Saison ist Walter für den Rekordmeister tätig, die Werte und Ansprüche an der Säbener Straße aber hat er bereits verinnerlicht, wie in nahezu jedem seiner Sätze zu hören ist. Zuvor war der 40-Jährige lange beim Karlsruher SC angestellt. Dem FC Bayern war er dem Vernehmen nach 200 000 Euro Ablöse wert, zudem war das Freundschaftsspiel der Profis in der Winterpause in Karlsruhe ein Teil der Abmachung bei Walters Wechsel in die bayerische Landeshauptstadt.

Warum die Münchner derartige Mühen aufwendeten, um ihn als neuen U17-Trainer zu engagieren, wird im Gespräch mit dem Familienvater schnell deutlich. Walter zeichnet eine unmissverständliche Ansprache aus, er hat klare Vorstellungen, mit welchen Mitteln er sein Team zum Erfolg führen will und was dafür nötig ist. Dass er darüber hinaus über ausgezeichnete psychologische Qualitäten verfügt, war ebenfalls am Samstag zu erkennen. Minutenlang redete er nach dem Schlusspfiff auf seine Mannschaft ein, deutlich wurden dabei die Fehler angesprochen, doch auch sich selbst bezog er mit ein. Seine Nachwuchstruppe „im schwierigsten Alter“, wie er selbst sagt, lauschte ihm aufmerksam und gebannt. „Einige haben sich heute über das Team gestellt“, monierte er, was für den Übungsleiter so ziemlich der abscheulichste Vorwurf ist.

Dabei räumte der Bayern-Coach durchaus ein, dass „wir heute eigentlich nicht so schlecht gespielt haben“. Aber eben nicht gut genug, um die im Tabellenmittelfeld platzierten Frankfurter zu bezwingen. Benjamin Hadzic hatte den Bayern-Nachwuchs an der Säbener Straße zwar früh in Führung gebracht (2.). Nach einem Doppelschlag der Gäste (19., 20.) aber musste die Walter-Elf froh sein, durch Timothy Tillmans Ausgleichstreffer (35.) wenigstens noch mit einem 2:2 in die Kabine zu gehen.

Im zweiten Abschnitt leisteten sich die Platzherren dann etliche Unkonzentriertheiten, die von der Eintracht jedoch nicht konsequent genutzt wurden. Und so hatte erneut Tillman in der Schlussminute noch die Chance, sein Team mit einem Zwei-Punkte-Vorsprung auf die Reise nach Stuttgart zu schicken. Der 17-jährige Rohdiamant aber vergab kläglich.

Am Mittwoch, dem 8. Juni, stünde im Halbfinale zunächst das Hinspiel auf eigenem Platz auf dem Programm, der Gegner hieße voraussichtlich Borussia Dortmund. Dafür aber muss die U17 des Rekordmeisters am nächsten Sonntag beim VfB bestehen.

Text: Matthias Horner

Quelle: fussball-vorort.de

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