"Wie Hoeneß da saß und gelitten hat - Wahnsinn"

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BVB-Boss Hans-Joachim Watzke.

München - Nach monatelangen Scharmützeln kehrt nun zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern auf der Funktionärsebene Ruhe ein. Uli Hoeneß hat BVB-Boss Watzke eine nette Einladung geschickt.

Monatelang lieferten die verbalen Scharmützel zwischen Bayern-Präsident Uli Hoeneß und Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke regelmäßig Schlagzeilen. Da unterstellte der eine (Hoeneß) dem anderen, Märchen zu erzählen. Da antwortete der andere, Hoeneß sei extrem dünnhäutig.

Alles Geschichte! Die Saison ist vorbei. Mit einem glücklichen Ende für Double-Gewinner Borussia Dortmund, mit schmerzlichem Ausgang für den dreifachen "Vize" FC Bayern. Dafür ist aber jetzt die Zeit, Bilanz zu ziehen und die alten Fehden mal ruhen zu lassen. So soll angeblich Uli Hoeneß seinen westfälischen Kontrahenten zu sich nach Hause eingeladen haben. "Wir werden uns demnächst treffen. Uli Hoeneß hat mich zum Tegernsee eingeladen, und dieser Einladung werde ich folgen. Er ist eine der prägenden Figuren des deutschen Fußballs. Vor seiner Lebensleistung ziehe ich den Hut", säuselt Watzke in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung. Der BVB-Boss gibt zu, dass sich die beiden Vereins-Granden im Grunde gar nicht richtig kennen würden. "Bisher waren wir füreinander ja nur Medienfiguren."

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Das soll sich also demnächst ändern. Thema des Treffens wird dann sicher auch das Champions-League-Drama der Bayern sein, das auch Watzke stark mitgenommen hat. Auf die Frage, ob er mit den Bayern Mitgefühl habe, sagte Watzke: "Definitiv ja! Da leidet und fühlt man mit, wie Uli Hoeneß da saß und gelitten hat – Wahnsinn. So etwas bleibt nicht in den Kleidern hängen. Er hat mir da wirklich leid getan", so Watzke, der die Bewertung der Bayern-Saison durch die Öffentlichkeit zu negativ sieht. "Die Kritik an Bayern, die jetzt zum Teil aufkommt halte ich für völlig überzogen."

wi

Gregory Straub

Gregory Straub

E-Mail:gregory.straub@tz.de

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