Der Youngster steht am Scheideweg

Was wird aus Julian Green beim FC Bayern?

Julian Green (vorne) hat im Moment noch das Nachsehen gegen Konkurrenten wie Kingsley Coman. In Zukunft soll es für den US-Boy aber wieder bergauf gehen.
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Julian Green (vorne) hat im Moment noch das Nachsehen gegen Konkurrenten wie Kingsley Coman. In Zukunft soll es für den US-Boy aber wieder bergauf gehen.

FC Bayern München II - Unter Pep Guardiola war für Julian Green im Profi-Kader des FC Bayern zuletzt kein Platz. Dennoch will sich der 20-Jährige in München beweisen. Seine Chancen dafür stehen wieder etwas besser.

Von seiner Ausleihe zum Hamburger SV in der Saison 13/14 hatte sich Julian Green sicherlich mehr erwartet. Doch beim Bundesliga-Dino von der Elbe reichte es für den Bayern-Youngster nur zu einem einzigen Spiel über 90 Minuten - und das bestritt Green, sehr zu seinem Missfallen, für die zweite Mannschaft in der Regionalliga. In der Bundesliga kam der Amerikaner auf magere 109 Einsatzminuten über die ganze Saison, stand meistens nicht einmal im Kader.

Nach seiner Rückkehr zum FC Bayern gab Green sich dennoch selbstsicher: „Ich will mich hier durchbeißen“, lautete seine Kampfansage an die interne Konkurrenz. „Mein Ziel war und ist es, bei der ersten Mannschaft Einsätze zu bekommen."

Diese für sein Fortkommen dringend benötigten Einsätze verwehrte ihm Pep Guardiola zuletzt. Im Profi-Kader des FC Bayern stand der Flügelflitzer nur einmal, beim letzten Gruppenspiel in der Champions League im Dezember letzten Jahres gegen Dinamo Zagreb, bei dem er immerhin 61 Minuten ran durfte.

„Durchbeißen“ muss sich Julian Green stattdessen bei der zweiten Mannschaft des FC Bayern. Nicht ohne Erfolg: Bislang stand er bei 19 Spielen jedes Mal im Kader, 17 Mal in der Startelf und spielte meistens über die vollen 90 Minuten. Dabei brachte es der 1,72 Meter große Linksaußen auf respektable acht Tore und vier Vorlagen. Die Wertschätzung im Team hat er sich damit erkämpft.

Obwohl der US-Boy sich mit den Kleinen Bayern auf Platz sechs eher im Mittelmaß tummelt, sieht seine Zukunft nun wieder rosiger aus. Er durfte mitreisen ins Trainingslager des FC Bayern nach Doha und heimste dort sogar einige Komplimente ein.

Die Rückkehr zu den Amateuren habe Green gut getan, glaubt sein Trainer Heiko Vogel, „er hat dadurch definitv einen Schritt nach vorne gemacht.“ Nach seiner Rückkehr aus Hamburg habe er die Zeit gebraucht, um wieder in den Rhythmus zu kommen. „Und er wird 2016 noch weiter nach vorne kommen“, so Vogel weiter.

Julian Green hat dadurch an Profil gewonnen, dass er in München, im Gegensatz zu seiner Zeit in Hamburg, die Zähne zusammengebissen hat und beim FC Bayern mit guter Leistung statt mit markigen Sprüchen auffiel. Außerdem profitiert er vom Weggang seines direkten Konkurrenten Sinan Kurt, der für 500.000 Euro zu Hertha BSC Berlin wechselte.

Dennoch, die Konkurrenz um die Flügelpositionen in der Bayern-Offensive ist äußerst hart. Neben den Altstars Arjen Robben und Franck Ribéry haben die Neuzugänge Kingsley Coman von Juventus Turin und Douglas Costa von Shaktar Donezk mächtig eingeschlagen.

Folglich muss Julian Green geduldig auf die wenigen Chancen lauern, die er bekommen wird. Ewig werden Ribéry und Robben nicht mehr auf höchstem Niveau spielen können. Dazu kommt, dass der Bayern-Kader zuletzt häufig mit Verletzungspech zu kämpfen hatte.

Dann könnte sich für das 20-jährige Offensivtalent die Tür zur Profi-Mannschaft des FC Bayern ein wenig auftun. Dafür braucht Julian Green weiter Durchhaltevermögen aber auch einiges Glück. Falls es bei Pep Guardiola nicht mehr klappen sollte, darf der Amerikaner vielleicht eine auf neue Chance unter Carlo Ancelotti hoffen.

 

 

Quelle: fussball-vorort.de

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