FC Bayern kassiert Millionen

Fix! Shaqiri wechselt zu Inter Mailand

Xherdan Shaqiri wechselt zu Inter Mailand.
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Xherdan Shaqiri wechselt zu Inter Mailand.

München - Tagelang wurde spekuliert, jetzt ist es wohl fix: Xherdan Shaqiri verlässt den FC Bayern München und wechselt zu Inter Mailand. Die Formalitäten überraschen ein wenig.

Nun ist es endgültig: Xherdan Shaqiri verlässt den FC Bayern! Der Schweizer Nationalspieler wechselt mit sofortiger Wirkung zu Inter Mailand in die Serie A, soll dort gemeinsam mit Lukas Podolski die verkorkste erste Saisonhälfte der Italiener vergessen machen. Schon am Donnerstag Morgen um 9 Uhr packte der kleine Kraftwürfel seine Sachen an der Säbener Straße zusammen und sagte leise Servus, die letzten Transferdetails regelte sein Bruder und Berater Erdin. Für den 23-Jährigen bekommt der FC Bayern angeblich 18 Millionen Euro Ablöse, die Summe könnte allerdings mit Verzögerung und per Raten auf dem Konto der Roten eintrudeln. Wie es heißt, ist der Mailänder Klub in finanziellen Nöten, die UEFA soll bereits ein Auge auf die wirtschaftliche Situation der Italiener geworfen haben. Im Transfermodell ist daher zunächst von einer Ausleihe bis zum Sommer die Rede, erst dann fließt das erste Geld zwischen den Vereinen.

Dem FC Bayern kann und dürfte es egal sein, Shaqiri ist zumindest sofort von der Gehaltsliste gestrichen. In den letzten Wochen wurde immer deutlicher, dass ein Wechsel nahezu unumgänglich ist. Kaum ein Spieler war mit seiner Lage dermaßen unzufrieden wie der Schweizer. Pep Guardiola hatte ihn aufs Abstellgleis gestellt, gewährte ihm nur noch ganz wenig Einsatzzeit – selbst als bewährte Stammkräfte geschont wurden oder verletzungsbedingt ausfielen. Es herrschte Knall-Gefahr im Kader!

Xherdan Shaqiri und der FC Bayern – ein Satz mit X? Lange sah es so aus, als hätte der FC Bayern mit dem Schweizer Nationalspieler einen echten Coup gelandet. 2012 für akzeptable zwölf Millionen Euro vom FC Basel gekommen, zeigte der kleine Tempodribbler sofort ansprechende Leistungen. Shaqiri sorgte für Schwung in der Offensive, war selbst torgefährlich. In seiner ersten Saison kam er auf 26 Bundesligaspiele für den Rekordmeister, wurde aufgrund seiner explosiven Spielweise zum Publikumsliebling. Die erhoffte Weiterentwicklung blieb dann aber aus, Shaqiri kam nie recht über die Rolle des Edel-Einwechslers hinaus.

Zuletzt hieß es, er würde das System Guardiolas nicht vollends verstehen und dessen Anforderungen nicht gerecht werden. Als er zudem öffentlich von einem Wechsel sprach, weil er mehr Einsatzzeiten brauche, schien er in der Gunst des Trainers zu tief gesunken zu sein, um sich davon noch einmal freizuschwimmen. Auch Ottmar Hitzfeld, der als ehemaliger Schweizer Nationaltrainer lange mit Shaqiri gearbeitet hatte, riet dem Offensivspieler zum Wechsel. „Er braucht einen neuen Impuls, eine neue Motivation. Es ist für seine Psyche wichtig, dass er nun den nächsten Schritt macht und regelmäßig von Anfang an spielt.“ Das sollte bei Inter klappen.

Zum Rückrundenauftakt der Saison 2014/2015 geht's es für die Stars des FC Bayern ins Trainingslager nach Doha. Auch David Alaba und Holger Badstuber, die den Bayern lange Zeit fehlten, sind mit dabei. Verpassen Sie keinen wichtigen Moment vom Trainingslager des FC Bayern in Doha! Hier geht's zum Live-Ticker!

mic

"Kopfstoß-Pep" und Kung-Fu-Badstuber - Bilder vom Bayern-Training

"Kopfstoß-Pep" und Kung-Fu-Badstuber

Michael Knippenkötter

Michael Knippenkötter

E-Mail:michael.knippenkoetter@tz.de

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