Warum Ribéry-Kollege nicht kommt

EM-Abräumer: Kontakt zu Bayern - aber kein Wechsel

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Yann M'Vila (r.) neben Franck Ribéry und Alou Diarra bei der EM

München - Zuletzt waren Gerüchte rund um Frankreichs Yann M'Vila und den FC Bayern aufgekommen. Sein Berater bestätigt einen Kontakt. Doch der 21-Jährige wird nicht nach München wechseln - mit klarem Grund.

Yann M'Vila (21) wurde schon vor eineinhalb Jahren beim FC Bayern gehandelt - und auch seitdem immer wieder. Kein Wunder: Der 1,82-Meter-Mann (Vertrag bis 2015) von Stade Rennes zählt zu den talentiertesten Mittelfeld-Abräumern Frankreichs. In dieser Woche kochte das Gerücht wieder hoch: Am Mittwoch berichtete die Sport Bild, dass sich der FC Bayern mit M'Vila beschäftigt, auch als Alternative zum Mittelfeld-Kandidaten Javi Martínez (Atlétic Bilbao).

"Wir hatten Kontakt zum FC Bayern wegen Yann M'Vila", bestätigt nun sein Berater Werner Baader gegenüber tz-online. "Aber es ist nicht der Spieler, wie ihn die Bayern suchen. Sie suchen zwar schon auf dieser Position, aber mit anderen Fähigkeiten." Seine klare Prognose: "Der FC Bayern wird M'Vila nicht verpflichten."

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Der Berater geht ins Detail und charakterisiert den Youngster wie folgt: "M'Vila ähnelt zu stark Luiz Gustavo, er ist in Anführungszeichen der gleiche Spieler mit weiteren Stärken", so Baader, "aber Bayern sucht einen offensiveren Typ. Das weiß ich von den Aussagen der Verantwortlichen im Verein."

Der lange Ausfall von Bastian Schweinsteiger hat den Bayern-Bossen offenbar die Notwendigkeit unterstrichen, einen möglichen Backup zu verpflichten. Denn wenn der Mittelfeld-Chef ausfällt, fehlt der Motor im Bayern-Mittelfeld. Toni Kroos ist in der Offensive besser aufgehoben, David Alaba ist links hinten gesetzt - und die anderen möglichen Kandidaten für die Doppel-Sechs (Luiz Gustavo und Anatoli Timoschtschuk) sind eher Spielzerstörer als -gestalter. Das gilt allerdings auch für M'Vila - und einen weiteren solchen Kicker-Typen wollen sich die Roten nicht leisten.

M'Vila steht in Frankreichs EM-Kader und wurde am Freitag gegen die Ukraine in der 68. Minute eingewechselt. Nach überwundener Sprunggelenksstauchung ist er noch nicht wieder bei 100 Prozent. Doch er hat Aussichten auf weitere Spiele an Franck Ribérys Seite. Allerdings lediglich im Nationaltrikot - und nicht beim FC Bayern.

Allzu große Sorgen um seine Zukunft muss sich M'Vila trotzdem nicht machen: Der 21-Jährige wird bei Manchester United, Arsenal London, Inter Mailand und sogar dem FC Barcelona gehandelt.

Statt mit M'Vila und Nuri Sahin (Real Madrid), für den ein Wechsel derzeit nach tz-online-Informationen nicht in Frage kommt, könnte es bei Bayern für die Doppel-Sechs mit anderen Kandidaten konkreter werden. Im Gespräch sind der vielseitig einsetzbare Younès Belhanda (HSC Montpellier) oder eben Martínez. Die Sache mit Yaya Touré (Manchester City) bleibt wohl weiterhin ein Kracher-Gerücht mit wenig Substanz. 

al.

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