Bayerns Basketballer in Europa

Ein Hauch von Königsklasse

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Zwei, die sich verstehen: Der designierte Bayern-Präsident Uli Hoeneß und Baywa-Chef Klaus Josef Lutz.

München - Richtungsweisender Auftritt für die Basketballer des FC Bayern. Ein Sieg am Mittwochabend (20.45 Uhr) und die Eurocup-Zwischenrunde wird greifbar.

Zumindest abseits des Spielfelds hat die Woche für die Basketballer des FC Bayern schon ganz gut angefangen. Montagabend gab der Klub bei einer Gesprächsrunde die vorzeitige Verlängerung mit seinem Hauptsponsor bekannt. Das Dienstleistungsunternehmen, dessen Schriftzug die Trikots von Bryce Taylor und Kollegen ziert, gab dem Klub vorzeitig bis 2020 das Ja-Wort. Gut für die Macher der Korbjäger, denen der Abschluss neben weiterer Planungssicherheit auch ein aufgebessertes Budget verheißt. Geschäftsführer Marko Pesic rieb sich entsprechend zufrieden die Hände: „Das ist eine schöne Bestätigung für uns.“

Eine Stimmung, in der sich ein sportliches Erfolgserlebnis ganz gut machen würde. Allerdings haben die Münchner gerade jetzt den bislang größten Gradmesser der Saison vor sich. Heute Abend (20.45 Uhr/telekombasketball.de und Eurosport2) müssen die Bayern im Eurocup beim spanischen Spitzenklub Unicaja Malaga ran.

Die Andalusier sind, wenn man so will, das prominenteste „Opfer“ der diesjährigen Europapokal-Reform. Mehr als ein Jahrzehnt lang hatten sie eine feste Eintrittskarte für die Königsklasse Euroleague. Doch nach deren Reduzierung von 24 auf 16 Teams findet sich Malaga nun wie die Bayern im Eurocup wieder. Und während die Bayern nach dem Umbruch des letzten Sommers den kleineren kontinentalen Wettbewerb als ganz willkommene Spielwiese sehen, hat man in Malaga nicht weniger als die schnelle Rückkehr in den Kreis der Elite im Sinn.

Gerade für die Klubs aus den Topligen wie Spanien scheint das Ticket für den Eurocup-Champion die realste Option. Weshalb auch Unicaja Malaga mit bemerkenswert großem Aufwand an einen Wettbewerb herangeht, in dem selbst der Titelträger letztlich wohl nicht mehr als seine Kosten einspielen kann.

Formkurve der Bayern zeigt nach oben

Trainer-Dauerbrenner Joan Plaza jedenfalls durfte sich ein illustres Ensemble zusammenbasteln, dass nominell allemal schon jetzt das Zeug für die Euroleague hätte. Allen voran der serbische Center Dejan Musli und sein Landsmann Nemanja Nedovic, der kürzlich in Rio de Janeiro unter der Führung von Bayern-Coach Aleksandar Djordjevic Olympia-Silber holte. „Das ist eine Euroleague-Mannschaft“, befand auch Marko Pesic anerkennend, „dort ist nicht leicht zu spielen. Ich bin sehr gespannt, wie unserer Mannschaft das gelingt.“

So gesehen trifft es sich ja ganz gut, dass die Formkurve der am Wochenende in der Bundesliga spielfreien Münchner zuletzt steil nach oben führte. „In den beiden letzten Spielen gegen Berlin und Murcia haben wir drei unglaubliche Halbzeiten erlebt, auf einem Niveau, wie es zur Zeit kaum besser sein könnte“, sagte Pesic. Den Leistungseinbruch gegen Murcia, als die Bayern-Profis ein 62:35 fast noch aus der Hand gaben, findet der Sportchef verzeihlich. „Ich kenne die Situation auch als Spieler, es ist schwer, wenn du zur Pause eigentlich schon gewonnen hast“, betonte er, „wichtig ist nur, dass es nicht noch einmal passiert.“

Unterdessen dürfte übrigens auch in die Frage nach dem noch fehlenden Spielmacher langsam aber sicher Bewegung kommen. Dem Vernehmen nach visieren die Bayern ja vor allem den Kreis der Spieler an, die zum Saisonstart keinen festen Vertrag in der NBA erhalten. Und in Übersee wird es heute Nacht wieder Ernst.

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