Niederlage bei ALBA Berlin

Bayern verliert - und sorgt sich um Djedovic

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Nihad Djedovic.

Berlin - Riesenpech für die Bayern-Basketballer. Am Sonntag verloren die Roten Riesen bei ALBA Berlin und hatten zusätzlich mehrere Verletzungen und Krankheitsfälle zu beklagen. Vor allem der Ausfall von Topscorer Nihad Djedovic während der Partie könnte schwerwiegende Folgen haben.

Virusalarm bei den Bayern-Basketballern – und das ausgerechnet vor dem Topspiel beim Vizemeister und „Lieblingsgegner“ ALBA Berlin. Auch wenn sich das Team von Cheftrainer Svetislav Pesic am Sonntag in der Hauptstadt mühte, konnte die Mannschaft die Ausfälle mehrerer Spieler nicht kompensieren. Hinzu kamen mit Topscorer Nihad Djedovic (18) und Anton Gavel zwei Verletzte während des Spiels. Die Roten verloren mit 80:83 (40:47) – lieferten aber trotzdem im Rahmen der Möglichkeiten eine akzeptable Leistung ab.

Pesic: „Ich hatte den Eindruck, dass wir hätten gewinnen können. Doch bei solch einem Spiel ist es notwendig, in guter physischer Verfassung zu sein. Und das waren wir leider nicht.“ Die Krankenakte der Münchner vor Tip-off war bereits lang: Das Team wurde erneut von einem Magen-Darm-Virus heimgesucht. Dieses Mal erwischte es in der Nacht vor der Partie in Berlin Dusko Savanovic. Der Serbe musste Samstagabend im Krankenhaus behandelt werden und stand trotzdem – wenn auch geschwächt – am Sonntagnachmittag in der Berliner O2 World auf dem Parkett. Auch Robin Benzing blieb ein Krankenhausbesuch nicht erspart. Der Forward wurde am Sonntag eingeliefert und musste wenig später beim Spiel gegen die Hauptstädter passen. Lucca Staiger, der in den Tagen zuvor aufgrund des Virus nicht zu hundert Prozent hatte trainieren können, spielte trotzdem. Zur Erinnerung: Kapitän Bryce Taylor (Adduktorenprobleme) und Paul Zipser (Innenbandverletzung) fehlten ebenfalls.

Die Münchner starteten dennoch, oder gerade deshalb, hochmotiviert ins Spitzenspiel. Nach der unnötigen Euroleague-Niederlage gegen Turow Zgozelec am Donnerstag war eine Wiedergutmachung auch bitter nötig. Beide Teams präsentierten sich in der 02 World (12.110 Zuschauer) auf Augenhöhe. Die Bayern kämpften, vor allem holte Punkte-Garant Djedovic immer wieder die Kohlen aus dem Feuer. Allerdings haperte es erneut an der Rebound-Arbeit. Während die Hauptstädter zur Halbzeitpause bereits 18 Stück auf dem Konto hatten, blieb es bei den Gästen bei 12.

Die Münchner gaben nicht auf. Das dritte Viertel ging mit 18:16 Punkten an die Schützlinge von Svetislav Pesic. Weiterhin der Mann des Spiels: Nihad Djedovic. Er ackerte besonders in der Offensive und hielt die Roten gemeinsam mit Center John Bryant im Spiel. Die Roten blieben trotzdem vom Pech verfolgt: Ende des dritten Viertels verdrehte sich Anton Gavel nach einem Wurf den Fuß, humpelte vom Feld und kehrte nicht mehr zurück. Das letzte Viertel mussten die Bayern auch auf ihn verzichten. Seine Verletzung soll schwerwiegend sein, genauere Details gab der Verein noch nicht bekannt.

Es ging nicht gut weiter. Im vierten Viertel rutschte Leistungsträger Djedovic auf dem Parkett aus. Auch er konnte nicht weiterspielen: Leistenprobleme! Wie schlimm die Verletzungen bei ihm ist, war Sonntagabend noch nicht klar.

Die Münchner blieben trotzdem standhaft. Sieben Sekunden vor Schluss waren die Roten bis auf einen Punkt an den Hausherren dran (80:81). Am Ende fehlte es dann aber an Glück und ein wenig an Kraft. Die Berliner machten den Sack zu: 80:83 der Endstand. Staiger: „Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir verloren haben. Wir haben gekämpft wie die Verrückten.“ Bedeutend schwerer als die Niederlage wiegen aber momentan die Verletzungssorgen der Roten. Sollten Djedovic und Gavel nun ebenfalls langfristig ausfallen, scheinen Neuverpflichtungen unumgänglich.

Lena Meyer

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