BBL entscheidet: Kein Wiederholungsspiel

FCB-Protest abgeschmettert!

+
FCB-Geschäftsführer Marko Pesic

München - Es wird kein Wiederholungsspiel der vierten Playoff-Partie der Bayern gegen Ludwigsburg geben. Das entschied die BBL am Mittwochabend. Es kommt am Donnerstag zum fünften Duell.

Playoffs, die Bayern-Basketballer und Ludwigsburg… Irgendwie passt da etwas nicht zusammen. Schon vor zwei Jahren, als die Münchner ebenfalls im Viertelfinale auf die MHP-Riesen trafen, kam es zu einem offiziellen Protest nach einer Schiedsrichterentscheidung und daraufhin zu einem Wiederholungsspiel. Damals legten die Schwaben die Beschwerde ein, heuer waren es die Bayern! Während die Ludwigsburger jedoch vor zwei Jahren mit ihrem Protest erfolgreich waren, wurde der Einspruch der Bayern Mittwoch Abend von der BBL abgewiesen.

Hintergrund: Im vierten Aufeinandertreffen der Viertelfinalserie (derzeitiger Stand: 2:2), das die Bayern Dienstag mit 69:75 verloren, gab es kurz vor Schluss eine umstrittene Schiedsrichter-Entscheidung. Alex Renfroe versuchte, den Rückstand seines Teams per Korbleger auf 71:73 zu verkürzen. Ludwigsburgs Jason Boone schlug den Ball kurz vor dem Passieren des Ringes weg. Schiedsrichter Martin Matip entschied zunächst, dass es sich um ein sogenanntes „Goaltending“ handle. Heißt: Der Korb wird gezählt, da die Flugbahn des Balls nach dem höchsten Punkt von einem Gegenspieler beeinflusst wurde. Allerdings zog Matip dann noch einmal das „Instant Replay“ (Videobeweis) zurate – und entschied nach Sichtung, dass es sich doch nicht um einen Korb handle.

Heikel ist: In solchen Fällen darf der Videobeweis gar nicht als Mittel verwendet werden. Wie Jens Staudenmayer, sportlicher Leiter der BBL, der tz bestätigte, reichten die Bayern Protest ein, lieferten Mittwoch fristgerecht die schriftliche Begründung. Damit lag der Fall auf dem Tisch des Spielleiters Dirk Horstmann. Er entschied: Das Spiel wird nicht wiederholt! 

Der Grund sei ein Formfehler der Bayern. Laut der BBL legte Assistenztrainer Philipp Köchling am Dienstag die Protesterklärung ein. Diese ist aber nur gültig, wenn sie vom Trainer oder Kapitän einer Mannschaft kommt. Kurios: Auf dem Spielberichtsbogen ist FCB-Captain Bryce Taylor als Übermittler des offiziellen Protests vermerkt... „Wir nehmen zur Kenntnis, dass sich die Liga hier hinter einer juristischen Spitzfindigkeit zu verstecken versucht und so ein erneuter, gravierender Fehler eines Schiedsrichters zu den Akten gelegt werden soll“, kommentierte Bayern-Geschäftsführer Marko Pesic die Entscheidung. Man werde zum für Donnerstag (20.30 Uhr) angesetzten, fünften Spiel im Audi Dome antreten. Allerdings „werden wir dem Rat unserer Anwälte folgen“, so Pesic. Es sollen weitere juristische Schritte geprüft werden. Was sich daraus genau ergeben kann, ist ungewiss.

Fakt ist jedenfalls, dass sich die Bayern nun aufs Sportliche konzentrieren müssen. „Wir hoffen auf die Unterstützung unserer Fans, um die Serie für uns entscheiden zu können“, sagte Marko Pesic Mittwoch Abend.

Lena Meyer

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

Bayern siegen gegen Malaga
Bayern siegen gegen Malaga
Renfroe verlässt die Bayern
Renfroe verlässt die Bayern
Bayreuth plant die Sensation
Bayreuth plant die Sensation
Bayern-Baskets schenken Hoeneß einen Sieg zum Einstand
Bayern-Baskets schenken Hoeneß einen Sieg zum Einstand

Kommentare