Vor dem ersten Saison-Heimspiel

Hoeneß im Interview: "Mehr klangvolle Namen wären schön"

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Das Runde muss durch die Reuse: Uli Hoeneß versucht sich im Basketball.

München - Als designierter Präsident schaut Uli Hoeneß nicht nur auf das Fußball-Team, sondern auch auf die Basketballer. Im Interview äußert er sich zur neuen Saison.

Der FC Bayern Basketball bittet am Freitag zum ersten Heimspiel der Saison im Audi Dome. Vor dem Tippoff äußerte sich der designierte Präsident Uli Hoeneß im zweiten Teil des Sport1-Interviews über den neuen Trainer, die Chancen auf den Meistertitel, den wohl größten Konkurrenten und eine neue Halle.

Uli Hoeneß über ...

...das neue Team und den neuen Trainer Sasa Djordjevic: "Am Freitag ist ja gegen Würzburg hier das erste Spiel (live ab 19 Uhr auf Sport1). Ich hoffe, dass wir die Zuschauer auch wieder motivieren können, in die Halle zu kommen. Ich denke, dass wir eine sehr attraktive Mannschaft haben. Marco Pesic und sein Team haben eine sehr gute Mannschaft zusammengestellt. Vom neuen Trainer bin ich sehr begeistert. Ich bin total happy, dass wir ihn verpflichten konnten."

…den Gewinn der Meisterschaft: "Das ist unser Ziel! Wir müssen uns im Klaren sein, dass andere Vereine wie Bamberg oder Berlin und Ulm, die ziemlich aufgerüstet haben, uns das Leben schwer machen, aber wir müssen Ziele klar definieren und nicht sagen: 'Ja schauen wir mal.' Nein, das Ziel muss sein, um die Meisterschaft mitzuspielen."

…den deutschen Basketball im europäischen Vergleich: "Mittelfristig müssen wir schauen, ob es uns gelingt russische, griechische, türkische oder spanische Mannschaften in Schach zu halten. Bisher ist es nicht gelungen, auch im gesamten deutschen Basketball. Man hat auch in der Vergangenheit gesehen, dass es teilweise an Kleinigkeiten gefehlt hat, dann gab es wieder deftige Niederlagen. Da muss es unser Ziel sein, den Abstand zu internationalen Spitzenklubs zu verringern. Warum sollte im Basketball nicht passieren, was uns im Fußball gelungen ist."

…den Einfluss von Bambergs Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Stoschek: "Herr Stoschek hat alles Recht dazu: Er ist ein sehr erfolgreicher Unternehmer mit einem riesigen Erfahrungsschatz, der bewiesen hat, dass er eine Firma leiten kann. Also traue ich ihm auch zu, seine Basketballmannschaft nach vorne zu pushen. Es ist gut, dass es jemanden gibt wie ihn, der aus einer kleineren Stadt ein tolles Sportunternehmen gemacht hat. Ich freue mich immer mit ihm zu diskutieren, manchmal auch zu streiten, denn die Sache dient ja unserem Sport. Ich bin überzeugt, wenn es noch mehr Stoscheks in der Bundesliga gäbe, dann würden wir weiterkommen. Er wird jede Attacke aus München parieren wollen und da müssen wir uns warm anziehen, wenn wir ihn vom Thron stoßen wollen."

…neue Zugpferde für die Basketball-Bundesliga: "Es wäre natürlich schön, den einen oder anderen klangvollen Namen zusätzlich in der Basketball-Bundesliga zu haben. Wenn das nicht so ist, dann müssen wir uns mit der Situation eben abfinden. Ich habe gehört, dass es in Köln Überlegungen gibt, vielleicht auch in Hamburg. Aber es nutzt ja wenig, wenn die Basketballer in der ersten Liga spielen sollten und der HSV am Schluss absteigt."

…eine neue Heimat für den FC Bayern Basketball: "Es wird sicherlich nicht passieren, dass der FC Bayern eine Halle bauen kann, dafür fehlen uns die Mittel. Wir müssen verschiedene Optionen prüfen, ob wir die jetzige Halle um 1000 oder 2000 Plätze vergrößern können. Was in der Sache 'Red-Bull-Arena' oder Basketball/Eishockeyhalle möglich ist, muss erst einmal geprüft werden. Es gibt keinen Handlungsbedarf in den nächsten Wochen und Monaten. Man muss die Probleme in Ruhe angehen und schauen was geht und was nicht."

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