Bayern siegen souverän

Spaziergang gegen Tübingen für FCB-Baskets

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Bayerns Heiko Schaffartzik (r.) und Branislav Ratkovica.

München - Dass sich das Umschalten zwischen Euroleague und Bundesliga als schwierig gestalten kann, ist den Bayern-Basketballern bewusst. Sonntag meisterte das Team von Coach Pesic die Herausforderung aber mit Bravour.

Dass sich das Umschalten zwischen Euroleague und Bundesliga als schwierig gestalten kann, ist den Bayern-Basketballern spätestens nach der Göttingen-Heimpleite von vor zwei Wochen bewusst. Die Konsequenz daraus aber auch; Gegner wie Tübingen (Platz 16 der Tabelle) müssen durchaus ernst genommen werden. Genau das taten die Münchner, die noch immer auf ihren Kapitän Bryce Taylor (Adduktorenprobleme) verzichten müssen, am Sonntagabend auch. 107:81 (57:42) und eine ordentliche Vorstellung im Audi Dome war die Folge. Wenn man ehrlich ist, aber Pflichterfüllung für den deutschen Meister. Schließlich hatten die Bayern noch am Freitag eine unnötige Heimniederlage in der Euroleague gegen Mailand hinnehmen müssen (74:81). „Uns hat am Freitag die Kraft gefehlt“, meinte Trainer Svetislav Pesic.

Die war am Sonntag aber wieder da. Besonders offensiv präsentierten sich die Roten stark, wobei die Defensive der Gäste auch keine richtige Herausforderung darstellte. Vor allem aus der Distanz gaben die Münchner Gas.

Einmal in Fahrt legten die Hausherren nach – inklusive einer ordentlichen Steigerung in der Verteidigung. Pesic: „Die ersten fünf Minuten waren bei uns nicht gut. Dann ging es besser. Wir dürfen nicht zu locker sein.“ Der Audi Dome – wenn auch nicht ganz ausverkauft (5019 Zuschauer) – tobte. Mit 57:42 machten die Münchner Korbjäger einen Strich unter die anständige erste Hälfte. Besonders erfreulich: Talent Vasilije Micic hatte zu diesem Zeitpunkt schon 15 Treffer auf dem Konto – bei einer Trefferquote von 100 Prozent!

Das Kräfteverhältnis in der Partie blieb auch nach der Pause unverändert. Bayern präsentierte sich souverän, während Tübingen nur hinterherhinkte. Spätestens als Vladimir Stimac drei Minuten vor Schluss die hundert Punkte knackte, war die Sache endgültig klar. Coach Pesic warnt trotzdem: „Wir haben zwar hoch gewonnen, aber auch einige Fehler gemacht. Diese müssen wir in den nächsten Tagen beheben.“

Dass den FCB-Baskets ihr Kapitän fehlt, wird eher in der Euroleague bei Spielen wie dem gegen Mailand deutlich. Das Comeback des 28 Jahre alten Flügelspielers ist aber weiterhin ungewiss. Am Freitag wurde ein kleiner Eingriff in der Leiste vorgenommen. Bei gutem Heilungsverlauf könne Taylor in rund einer Woche wieder im Training mit Belastungen anfangen, so der Verein. Pesic: „Wir bleiben vorsichtig und geben Bryce Zeit.“ Bleibt zu hoffen, dass er nicht mehr allzu viel davon braucht.

Lena Meyer

Lena Meyer

E-Mail:info@merkur.de

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