Was dieses Mal anders laufen muss

Pesics Plan für die neue Saison

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FCB-Geschäftsführer Marko Pesic

München - Das Trainingslager am Gardasee der FCB-Basketballer ist beendet. Höchste Zeit beim FCB-Geschäftsführer Marko Pesic einmal nachzufragen, was kommende Saison anders laufen muss.

Mehr Frische, mehr Biss. Das sind zwei zentrale Punkte, die FCB-Geschäftsführer Marko Pesic von seinem neuen, beinahe kompletten Kader fordert. „Wir haben die vergangene Saison sehr intensiv analysiert, wir hatten Zeit. Das war der einzige Vorteil, den wir aufgrund des frühen Ausscheidens im Halbfinale hatten“, erklärt der 39-Jährige im Gespräch mit der tz. Zu diesem Zweck investierte Pesic junior nach eigener Aussage viel Zeit in Gespräche mit seinen Spielern. „Man muss sich immer alle Perspektiven anhören, um zu dem bestmöglichen Urteil zu kommen“, so der Ex-Profi.

Das Urteil fiel. Man sortierte in den eigenen Reihen aus. Spieler wie John Bryant, Deon Thompson & Co. wurden ziehen gelassen. „Ich glaube, dass ein Zeitpunkt gekommen ist, an dem wir jüngere, athletischere, beweglichere Spieler brauchen. Spieler, die eine große Portion Hunger haben, diese Mannschaft nach vorn zu bringen“, so Pesic.

Die Erfüllung dieser Anforderungen erhoffen sich die Verantwortlichen von den FCB-Neuzugängen wie Devin Booker, Danilo Barthel, Vladimir Lucic & Co. Die Spieler der vergangenen Saison, die einen laufenden Vertrag hatten, stünden nun „unter Beobachtung“, so Pesic. Ihre Aufgabe sieht laut dem FCB-Geschäftsführer folgendermaßen aus: „Sie haben Verantwortung. Es liegt an ihnen, die Neuzugänge schnellstmöglich zu integrieren, dafür zu sorgen, dass die Chemie stimmt.“

Immer wieder fielen in der vergangenen Spielzeit - besonders bei den Akteuren selbst - Andeutungen, dass es um die berühmte Teamchemie, nicht immer zum Besten stand. Kapitän Bryce Taylor: „In manchen Situationen hat die letzte Portion Zusammenhalt gefehlt. So ist es uns bei entscheidenden Spielen nicht gelungen, über uns hinaus zu wachsen.“

Wie gut, dass nach Svetislav Pesics finalen Rücktrittserklärung mit Sasa Djordjevic ein neuer Trainer geholt wurde, der ebenfalls genau dieses letzte Quäntchen Einsatz aus seinen Spielern herauskitzeln will. „Ich fordere von meiner Mannschaft, zu jeder Sekunde füreinander zu kämpfen“, erklärte der neue FCB-Coach bei seiner Vorstellung. „Basketball ist eine Teamsportart. Man kann nur gemeinsam Großes erreichen.“ Diese Philosophie gefällt den Verantwortlichen. Marko Pesic hatte den serbischen Nationaltrainer schon länger als potenziellen Bayern-Trainer auf dem Radar. „Als ich mitbekommen habe, welche gesundheitlichen Probleme mein Vater hat, dass sich seine Reha verlängern würde, war Sasa mein Wunschkandidat. Mir war klar, dass er jemand ist, der das weiterführen kann, was bisher aufgebaut wurde“, so Pesic junior.

Auch in Personalfragen sei der neue FCB-Trainer bereits eingebunden gewesen. Nun will man noch ein Mal auf dem Transfermarkt aktiv werden. „Wir sind auf der Suche nach einem weiteren Aufbauspieler“, sagt Pesic. Allerdings wolle man sich dabei Zeit lassen. „Wir haben keinen Druck, sondern können uns in Ruhe umschauen. Es geht nicht darum, den qualitativ besten Spieler zu finden, sondern den, der bestmöglich in die Mannschaft passt.“

Wie viel investiert werden kann und soll, bleibt unausgesprochen. Der FCB-Geschäftsführer lässt sich ungern in die Karten schauen. Allerdings lässt sich Pesic zu einer – bisher eher untypischen – Aussage hinreißen. Ob der Etat gesteigert werden konnte? „Wir sind sehr zufrieden“, so Pesic zur tz. „Das Sponsoring sowie alle anderen Verantwortlichen haben einen guten Job gemacht.“

Lena Meyer

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