Bayern entwickeln sich zum ALBA-Schreck

FCB-Baskets: So ging's zurück in die Spur

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Sasa Djordjevic

München - Von der Eurocup-Niederlage zum ALBA-Schreck innerhalb von vier Tagen. Sasa Djordjevic erklärt, wie das geht.

Vier Tage – mehr Zeit lag nicht zwischen dem ersten Eurocup-Spiel der FC Bayern Basketballer am vergangenen Mittwoch in St. Petersburg und dem Liga-Duell mit Lieblingsrivale ALBA Berlin am Sonntag. Inklusive Rückreise und Regeneration blieb also nicht allzu viel effektive Trainingszeit. Und trotzdem gelang es Trainer Sasa Djordjevic sein Team, das in Russland noch eine bittere 77:80-Pleite hatte hinnehmen müssen, auf ein neues Level zu coachen: Am Sonntag deklassierten seine Schützlinge die – zugegeben noch schwächelnden Berliner – mit 97:58! So hoch fiel bisher noch nie ein Sieg der Münchner über die Hauptstädter aus.

Die Bayern präsentierten sich die gesamte Partie souverän in der Defensive und feierten eine regelrechte Dunking-Party im ausverkauften Audi Dome. „Ich bin sehr glücklich über die Art und Weise, mit der wir gewonnen haben. Vor allem die Energie und Leistung in der Defensive sollte unser Markenzeichen werden“, so Djordjevic. „Der Sieg gegen ALBA war in gewisser Weise auch unsere Antwort auf die bittere Niederlage in St. Petersburg“, sagte Danilo Barthel, der am Sonntag neun Punkte zum Sieg beisteuerte. „Wir wollten eine Reaktion zeigen.“

Wie es Djordjevic gelang, mit seiner Mannschaft innerhalb kürzester Zeit einen großen Schritt nach vorn zu machen? „Ganz einfach: Wir sind über die Maximiliansstraße flaniert und haben Kaffee am Gärtnerplatz getrunken“, lautete die erste Antwort des schmunzelnden Cheftrainers. Allerdings schob er hinterher: „Nee im Ernst, die Antwort lautet: Training, Training, Training. Wir haben die Zeit genutzt, um noch einmal hart an uns zu arbeiten.“

Das bestätigte auch Barthel. „So eine Niederlage wie die in St. Petersburg schmerzt. Vor allem, weil sie letztendlich so knapp war. Wir wollten uns unbedingt defensiv und offensiv steigern und neues Selbstvertrauen aufbauen.“ Vor allem im Hinblick auf das weitere Programm ist das wichtig: „Nun können wir mit einem Sieg ins zweite Eurocup-Spiel starten“, so Barthel. Schon am Mittwoch steht um 20.00 Uhr das Heimspiel gegen den nächsten Gruppengegner UCAM Murcia an.

„Um ehrlich zu sein, weiß ich noch gar nicht, was uns da erwartet. Wir haben uns bis zum Sonntag ausschließlich mit ALBA Berlin befasst“, so Barthel. Zum Glück kennen sich die Bayern nun mit der optimalen Nutzung einer kurzen Vorbereitungszeit aus.

Lena Meyer

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