Kleber über Veränderungen & Trainerfrage 

"Nicht noch so eine Saison!"

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Maximilian Kleber (l.)

München - Während Bamberg und Ulm derzeit in der Finalserie der Playoffs um den Meistertitel kämpfen, haben die FCB-Baskets bereits frei. Wie es nun für sie weitergeht? Im Interview spricht FCB-Profi Maxi Kleber über die Zukunft.

Während Bamberg und Ulm derzeit in der Finalserie der Playoffs um den Meistertitel kämpfen, haben die FCB-Baskets bereits frei. Nach dem schmachvollen Aus im Halbfinale gegen die Franken (Serie: 0:3) müssen sich die Verantwortlichen der Münchner derzeit großen Fragen stellen. Mit Maximilian Kleber, Bryce Taylor, Paul Zipser, John Bryant und Alex Renfroe haben nur fünf FCB-Spieler einen Vertrag für die kommende Saison. Und auch der Verbleib von Coach Svetislav Pesic ist noch nicht abschließend geklärt. Die tz sprach mit Maximilian Kleber über seine Zukunft, den Kader und die Trainerfrage.

Herr Kleber, haben Sie inzwischen das Ende der vergangenen Saison verdaut?

Kleber: Naja, das dauert. Ein paar Tage Abstand haben gut getan. Ich habe keine Zeitung gelesen und versucht, mich auf das Zukünftige zu konzentrieren. Dass wir in dieser Spielzeit unsere Ziele nicht erreicht haben und unter unseren und den äußeren Erwartungen geblieben sind, ist klar. Das kann man nicht wegreden. Allerdings muss man aus solchen Situationen lernen und an ihnen wachsen. Ich habe mich intensiv mit den Dingen beschäftigt, die ich in der kommenden Saison besser machen will.

Und was wäre?

Kleber: Ich will meine Defensivleistung unbedingt verbessern. Es gab einige Spiele, in denen ich nicht mit mir zufrieden war. Offensiv lief es schon ganz gut, aber auch da ist noch Luft nach oben.

Trotzdem darf man nicht vergessen, dass Sie die halbe Saison aufgrund Ihrer Verletzung verpasst haben. Am Ende waren Sie dennoch einer der wichtigsten Spieler.

Kleber: Es stimmt, meine Fußverletzung hat mich natürlich sehr ausgebremst. Man verlernt das Basketballspielen zwar nicht, verliert aber ganz klar die Spielpraxis. Es dauert, bis man sich die dann wieder erarbeitet hat. Hinzu kommt, dass ich bis zum Ende nie ganz schmerzfrei war. Insofern will ich mir im Sommer ein paar Wochen zur Regeneration nehmen. Danach werde ich in München individuell trainieren, bis die Saisonvorbereitung der Mannschaft startet.

Sie sind einer der wenigen, deren Vertrag auch für die kommende Saison gilt. Machen Sie sich Gedanken darüber, wie der Kader dann aussehen könnte?

Kleber: Natürlich tauschen sich die Spieler untereinander aus, aber das war es auch. Schließlich zählt die Kaderplanung nicht zu meinen Aufgaben. Als Profi musst du das Beste aus der gegebenen Situation herausholen – ganz gleich, wie sie aussieht. Ich bin mir sicher, die Verantwortlichen werden die richtigen Entscheidungen treffen.

Eine weitere Entscheidung steht auch noch aus: Bisher ist unklar, ob Svetislav Pesic ­Trainer bleibt. Haben Sie eine Präferenz?

Kleber: Auch in dieser Hinsicht steht mir nicht zu, eine Aussage zu treffen. Ich bin derzeit Spieler des FC Bayern und werde immer mein Bestes für den Verein geben. Ganz gleich, wer Trainer ist.

Fakt ist allerdings, dass sich etwas ändern muss, oder?

Kleber: Es ist klar, dass wir nicht noch so eine Saison erleben wollen. Natürlich hatten wir große Verletzungssorgen, aber das entschuldigt nichts. Das Ziel muss es sein, in der anstehenden Spielzeit erfolgreicher zurückzukommen.

Interview: Lena Meyer

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