Das erwartet den FCB in Ludwigsburg

Achtung, Bayern! 

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Deon Thompson (l.), Nihad Djedovic & Co. müssen nun in Ludwigsburg ran

Ludwigsburg - Auf geht's in die zweite Runde. Am Dienstag treffen die Bayern erneut auf Ludwigsburg. Dieses Mal auswärts! Worauf es besonders zu achten gilt: Die tz hat die drei wichtigsten Punkte aufgelistet.

Die Bayern-Basketballer gegen Ludwigsburg. Das ist ein wenig wie David gegen Goliath. In anderen Worten: Es war schon vor dem ersten Viertelfinalduell der Münchner gegen die Schwaben klar, wer als Favorit in die Best-of-five-Serie gehen würde. Der erste Sieg des Teams von Svetislav Pesic am Samstag (97:80) bestätigte dies – auch, wenn es bei den Bayern noch nicht ganz rund lief. „Es gibt definitiv Punkte, die wir in den nächsten Spielen besser machen müssen“, sagte Nihad Djedovic – vor allem im Hinblick auf die Defensivleistung seines Teams.

Den Pesic-Schützlingen ist klar, dass Ludwigsburg sich trotz des 0:1-Rückstands in der ersten Playoff-Runde nicht so schnell geschlagen geben wird. Spiel zwei, Dienstag ab 20.00 Uhr im Schwabenland, dürfte vorentscheidend sein. Das Team von John Patrick wird alles daran setzen, um den Münchnern vor heimischer Kulisse doch noch das Leben schwer zu machen. Dass auch David gegen Goliath Chancen hat, ist allgemein bekannt. Maxi Kleber: „Die Ludwigsburger werden mit Sicherheit daheim noch aggressiver auftreten.“

Es ist also Vorsicht geboten. Die tz listet die Stolpersteine auf, die die Bayern in Ludwigsburg erwarten.

Punkt 1, der Heimvorteil: Dass dieser Vorteil bei einem Playoff-Spiel doppelt so schwer wiegt, ist nicht neu. Mit den eigenen Fans im Rücken ist schon so manchem Team eine Überraschung gelungen. Auch die Ludwigsburger hoffen auf den zusätzlich stärkenden Effekt des sechsten Mannes. „Wir werden im zweiten Spiel stärker zurückkommen“, verspricht Center Jon Brockman. „Wir freuen uns auf die Playoff-Atmosphäre in der MHPArena und darauf, vor unseren Fans zu spielen.” Der Verein rief bereits vorab alle Fans dazu auf, komplett in der Vereinsfarbe gelb zu erscheinen und die Mannschaft lautstark zu unterstützen.

Punkt 2, die Reboundstärke: Einer der wichtigsten Punkte, auf den sich die Bayern noch besser einstellen müssen. Während die Roten genau in dieser Hinsicht immer wieder ihre Probleme hatten, war Ludwigsburg das beste Rebound-Team der regulären Saison. Im Durchschnitt sicherte sich das Team von John Patrick 37,8 Rebounds pro Spiel (zum Vergleich: bei den Bayern waren es 35,1). Pesic: „Wenn wir uns während der Saison besser im Rebound präsentiert hätten, wäre das Endergebnis ein ganz anderes gewesen.“ Spätestens jetzt ist Besserung gefragt.

Punkt 3, das Tempo: Die Ludwigsburger sind für ihr Guard-lastiges und damit schnelles Offensiv-Spiel bekannt. Das ist zwar nicht immer positiv - es besteht die Gefahr, zu überhasteten Aktionen zu tendieren. Allerdings kann genau dieser so genannte Run-and-gun-Basketball dazu führen, dass das gegnerische Team überrascht und regelrecht überrannt wird. Für die Bayern heißt das: Von Sekunde eins an ist höchste Konzentration gefragt. Maximilian Kleber: „Wir müssen am Dienstag definitiv einen besseren Start hinlegen. Vor allem defensiv. Sonst passiert genau das, was im ersten Viertel am Samstag der Fall war: Ludwigsburg macht zu viele einfache Punkte. Und auswärts einen Rückstand aufzuholen ist noch einmal schwerer.“

Lena Meyer

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