Donnerstagnacht findet der Draft statt

Zipsers Plan für die NBA

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Schafft Paul Zipser den Sprung in die NBA?

München - In der Nacht auf Freitag wird es spannend! Dann steht in den USA der NBA Draft an. Paul Zipser hofft in München auf seine Chance.

In der Nacht auf Freitag wird es spannend! Dann steht in den USA der NBA Draft an. Das ist das Verfahren, bei dem sich die NBA-Teams die Rechte an den verfügbaren Nachwuchsspielern sichern können. Für einen FCB-Profi wird es dabei besonders spannend. In diesem Jahr ist auch Paul Zipser für den Draft angemeldet und steht damit mit vielversprechenden internationalen Talenten in Konkurrenz. Der Youngster hat in seinem Vertrag mit den Bayern eine Ausstiegsklausel, falls es mit dem Traum von der NBA klappen sollte. Die letzten Tage vor dem großen Abend verbrachte der 22-Jährige damit, mehrere Trainingseinheiten und Testspiele mit den anderen Bewerbern in den USA zu absolvieren. Am Dienstag kehrte er nach München zurück und wird das Spektakel von hier aus verfolgen. Der tz berichtete Zipser über seine Erlebnisse, seine Ziele und spricht über seine Chancen in den USA.

Herr Zipser, Sie erleben gerade einen aufregenden Sommer!

Zipser (lacht): Das stimmt! Zunächst habe ich ein wenig individuell für mich trainiert, dann ging es für einen Tag zum Adidas Eurocamp nach Treviso. Das ist ein pre-NBA-Draft-Camp, bei dem sich Nachwuchsspieler jährlich präsentieren können. Und danach ging es gleich weiter in die USA, nach New York. Für mich das erste Mal!

Am 23. Juni findet dort der NBA Draft statt, für den Sie angemeldet sind. Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein?

Zipser: Ich habe mich gut vorbereitet. Bevor es so weit ist, stehen ja weitere Trainingscamps, sowie Testspiele an, bei denen sich jeder Kandidat noch einmal präsentieren kann. Hier sind auch die US-Profis dabei. Wir werden sehen, wie es dann letztendlich für mich läuft. Ich kann das schwer einschätzen. Aber man muss das realistisch sehen. Ich bin ein junger Spieler und habe noch ein weiteres Jahr einen Vertrag beim FC Bayern Basketball. Wenn es also nicht klappt in den USA, dann ist das auch kein Beinbruch, trotz der Enttäuschung.

Der Tag in Treviso lief gut. Viele Scouts wurden auf Sie aufmerksam, Sie wurden sogar zum MVP gewählt. Ist es für Sie besser, Sie sich alleine – ohne Ihr Team – präsentieren zu können?

Zipser: Naja, ich bin ein Teamplayer und mag es lieber, mit meiner Mannschaft auf dem Parkett zu stehen. In solchen Camps ist der Basketball natürlich ein anderer. Es geht mehr ums 1-gegen-1, ganz einfach, weil sich jeder individuell präsentieren möchte. Pässe sind da eher die Seltenheit (lacht). Aber es freut mich natürlich, dass ich auf mich aufmerksam machen konnte. Und ich denke, dass mir solche Erfahrungen auch individuell als Spieler weiterbringen.

Inwiefern?

Zipser: Es gibt einfach viele Dinge, an denen ich noch feilen, die ich noch verbessern will. In diesem Sommer habe ich mir als Ziel gesetzt, den aggressiven, ersten Schritt nach Ballgewinn zu verbessern und auch an einzelnen Spielzügen, wie dem Pick and Roll, zu arbeiten.

Das heißt, Training ist in der Sommerpause für Sie wichtiger als Urlaub?

Zipser: Ich denke, als junger Spieler sollte das so sein. Ich habe mir direkt nach dem Ende der Saison eine Woche frei genommen und habe meine Eltern und Freunde in Heidelberg besucht. Dann ging es fürs Training zurück nach München und gleich weiter. Ich werde allerdings irgendwann noch ein, zwei Wochen Urlaub mit meiner Freundin einplanen. Und dann geht es irgendwohin in die Sonne.

Interview: Lena Meyer

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