Die wichtigsten Antworten zum Pesic-Aus

Bayern: Es gab einen Plan B!

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Marko (l.) & Svetislav Pesic

München - Seit Sonntag ist es also offiziell: Svetislav Pesic hört als Trainer des FC Bayern mit sofortiger Wirkung auf.

Seit Sonntag ist es also offiziell: Svetislav Pesic hört als Trainer des FC Bayern mit sofortiger Wirkung auf. Auch, wenn sein Nachfolger noch nicht von offizieller Seite bestätigt wurde, ist davon auszugehen, dass Serbiens Nationaltrainer Sasa Djordjevic seinen Job übernimmt. Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen.

Warum geht Pesic nun doch? Dass nicht alle Spieler die Ansichten und Trainingsmethoden des 66-Jährigen befürworteten, war in der letzten Saison ein offenes Geheimnis. Pesic ist für seine Gefühlsausbrüche, aber auch für seine absolute Leidenschaft für den Basketball bekannt. Er forderte immer das Maximum - von sich und den Spielern. Das Maximum aber kann er laut eigener Aussage derzeit nicht geben. Der Grund sind zwei Knie-Operationen, die er in der Sommerpause vornehmen ließ. Bei der zweiten bekam er ein künstliches Kniegelenk. Sein Einsatz zum Trainingsstart Mitte August sei aufgrund der Reha unmöglich. „Ich hatte bis zuletzt gehofft, dass es sich nicht um so eine schwere OP handeln würde. Allerdings hat sich das nicht bestätigt. Ich werde wohl bis Ende August zur Reha in Bad Wiessee bleiben müssen“, sagte Pesic der tz am Sonntag. Er wolle seinem Herzensverein - den er seit 2012 trainiert und mit dem er 2014 den ersten Titel feierte - genug Zeit für die Suche nach seinem Nachfolger geben. Laut Geschäftsführer Marko Pesic hatte man bis zum Schluss mit Pesic senior geplant.

Gab es trotzdem schon einen Plan B? Den gab es. Zwar hatte Pesic zuletzt immer wieder bestätigt, seinen Vertrag bis 2017 erfüllen zu wollen - ein Hintertürchen ließ er sich dennoch. Der tz sagte er zum Saisonabschluss: „Ich habe seit mehreren Jahren starke Schmerzen in beiden Knien. Mittlerweile sind sie unerträglich geworden. Die Ärzte wollten mich schon lange operieren. Da habe ich aber immer gesagt: Das geht jetzt nicht. Die Mannschaft braucht mich.“ Jetzt sei der Schritt aber unumgänglich, so Pesic damals. Das wussten auch die Verantwortlichen. Der Wunschnachfolger soll mit Sasa Djordjevic nach tz-Informationen und serbischen Medienberichten schon länger feststehen. „Wir haben uns jetzt zusammengesetzt und über mögliche Nachfolger gesprochen. Sasa stand dabei ganz oben auf unserer Liste“, so Pesic senior zur tz. „Aber das ist jetzt die Baustelle von Marko.“

Was würde sich unter Djordjevic ändern? Der serbische Nationaltrainer trainierte zuletzt auch den griechischen Topklub Pa-nathinaikos Athen. Davor war der 48-Jährige auch in der italienischen Liga aktiv. Außerdem blickt Djordjevic auf eine erfolgreiche Profikarriere zurück. 1996 gewann er mit der Nationalmannschaft Olympiasilber, 1998 WM-Gold. Er spielte sogar für Portland in der NBA.

Hört Svetislav Pesic für immer auf? Nein. Nach derzeitigem Stand nimmt sich Pesic diese Auszeit, um sich voll und ganz auf seine Genesung zu konzentrieren. Danach will er nach eigener Aussage weiterhin als Trainer arbeiten. „Ich bin noch nicht so weit, in Rente zu gehen und guter Dinge, dass alles verheilt“, so Pesic. Allerdings wird er wohl nicht mehr in der BBL anheuern. Der Coach hatte bereits während der Saison seinen Rücktritt erklärt, weil es sich in der deutschen Liga häufig benachteiligt gefühlt hatte. Erst kurz vor Ende der Saison war er wieder von seinem Rücktritt zurückgetreten. Gut möglich, dass Pesic in Zukunft in die spanische Liga zurückkehren wird.

lm

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