Niederlage gegen Bamberg nach Verlängerung

FCB-Baskets verlieren das Spitzenspiel knapp

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Savanovic & Co. verloren denkbar knapp

München - Spitzenspiel am Sonntag! Die Bayern-Basketballer trafen daheim auf Meister Bamberg -

Sonntagnachmittag, 17.00 Uhr im Audi Dome. Ein Hauch von Playoff-Atmosphäre wehte durch die Halle. Im ausverkauften Wohnzimmer der FCB-Baskets (6700 Zuschauer) war die Stimmung hitzig. Davon überzeugten sich auch Ex-FCB-Boss Uli Hoeneß, FCB-Aufsichtsratsmitglied Martin Winterkorn und Fußball-Star Javi Martinez persönlich. Sie alle ließen sich das Spitzenspiel ihres Vereins gegen Meister Bamberg nicht entgehen und sahen die denkbar knappe 90:97 (41:41)-Niederlage der Roten nach Verlängerung. „Bamberg hat verdient gewonnen“, musste Trainer Svetislav Pesic am Ende eingestehen. „Sie waren vor allem in der Verlängerung deutlich frischer und haben die besseren Entscheidungen getroffen.“

Dabei hatte es gut begonnen für FCB-Topscorer John Bryant (15 Punkte) und sein Team. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (20:20) hatten sich die Hausherren im zweiten Abschnitt heiß gelaufen. Die Abläufe funktionierten, es folgte ein 9:0-Lauf und die erste, deutliche Führung für die Roten (34:22). Die Partie nahm an Fahrt auf. Auch die Bamberger zogen plötzlich das Tempo an. „Das gesamte Spiel war geprägt von mehreren Comebacks beider Teams“ meinte Meister-Coach Andrea Trinchieri. Es entwickelte sich ein Schlagabtausch, zum Ende der ersten Hälfte war die Partie wieder völlig ausgeglichen (41:41).

Mittlerweile war der Playoff-Hauch zum Sturm geworden. Beide Teams schenkten sich nichts. Mitte des dritten Viertels liefen die Münchner aus der Distanz heiß – und plötzlich war die zweistellige Führung wieder da (58:48). Nun strotzten die Münchner vor Selbstvertrauen. Ihre Defensive hatte die Bamberger im Griff, stoppte die Laufwege des Meisters gekonnt (68:54 Ende des dritten Viertels).

Bamberg wäre allerdings nicht Bamberg und vor allem nicht amtierender Meister, wenn sich das Team so schnell geschlagen geben würde. Wanamaker & Co. blieben in Schlagdistanz (70:64 aus FCB-Sicht). Die Bayern ließen wichtige Punkte liegen, Renfroe kassierte sein mittlerweile fünftes Foul und musste das Feld verlassen! „Das war bitter“, meinte Pesic. Drei Minuten vor Schluss trennte beide Teams nur noch ein Punkt (75:74). Wenig später sorgte Patrick Heckmann für den Ausgleich (77:77). Der Auftakt zu einem Herzschlagfinale, das in der Verlängerung endete (83:83)! In den folgenden fünf Minuten präsentierten sich die Bamberger abgezockter. Die Bayern ließen dagegen weitere, wichtige Punkte liegen. Die Sache war gelaufen.

Lena Meyer

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